14. Dezember 2017 – Schneeflocke häkeln

Nach der Anleitung für den Stern schiebe ich heute die für die Schneeflocke nach.

Schneeflocke

Auch die ist ganz einfach! Und los geht’s:

❄Häkelanleitung Schneeflocke❄

Schnee 1

 

Runde 1: Wie eigentlich immer bei rund gearbeiteten Häkelelementen, beginnst du mit einem Fadenring, den du mit einer Luftmasche schließt. Dann häkelst du 2 weitere Luftmaschen ( du hast also insgesamt 3 Luftmaschen, die das erste Stäbchen ersetzen) und arbeitest 11 weitere Stäbchen in den Ring. Die Runde wird mit einer Kettmasche in die 3 Luftmasche geschlossen.

 

Schnee 2

 

Runde 2: 1 feste Masche ins 1. Stäbchen der Vorrunde häkeln und danach ein Picot (oder auch Mausezähnchen) fabrizieren. Dafür häkelst du 4 Luftmaschen und dann 1 feste Masche in die erste dieser 4 Luftmaschen. Zum Abschluss noch einmal eine feste Masche in das nächste Stäbchen setzen. Das wiederholst du 5 mal, sodass du insgesamt 6 Picots hast. Auch diese Runde wird, wer hätte es gedacht 😉, mit einer Kettmasche geschlossen.

Schnee 3

 

Runde 3: Jetzt sind die Bögen dran! Damit du schön mittig zwischen zwei Picots kommst, häkelst du eine feste Masche in eben genau diesen Zwischenraum. Danach einfach nur 8 Luftmaschen arbeiten und den Bogen mit einer weitern festen Masche – wieder in den Zwischenraum zweier Picots – fixieren. Auch das wiederholst du so oft, bis du insgesamt 6 Bögen hast. Nicht die Kettmasche zum Schließen der Runde vergessen 😉!

Schnee 4

 

Runde 4: Das ist auch schon die letzte. Jetzt werden die Bögen wie folgt umhäkelt: 3 feste Maschen 1 Picot (3 Luftmaschen und eine feste Masche in die erste dieser Luftmaschen), 1 feste Masche, 1 Picot, 1 feste Masche, 1 Picot, 3 feste Maschen. Du hast nun also auf jedem Luftmaschenbogen der Vorrunde 3 Picots sitzen. Auch das wiederholst du für jeden Luftmaschenbogen – also insgesamt 6 mal.

 

Und fertig ist die Schneeflocke ❄!!! Wenn du sie als Anhänger arbeiten willst, häkelst du bevor du den Faden abschneidest eben noch eine entsprechend lange Luftmaschenkette an.

Ich hab‘ dann mal ein paar davon gehäkelt …

Schneefall

… und kann es jetzt schneien ❄❄❄ lassen – auch in geschlossenen Räumen 😉!

So, getz‘ abba ma‘ ohne Mist, eigentlich brauchte ich die Schneeflocken ja für meinen Zugluftstopper. Du erinnerst dich? Wenn nicht schau‘ einfach hier nach.

Also habe ich die Schneeflocken genommen und auf den besagten Zugluftstopper genäht.

So sah er vorher aus …

Zugluftstopper

… und so nachher:

Zugluftstopper nachher

Ist zwar nicht ein nie da gewesener Ausbund an Kreativität, aber so habe ich etwas, das mir gefällt, farblich passt (ist bei mir immer mega-wichtig!) und mit Sicherheit einzigartig ist 😊!

Bevor ich jetzt aber mit dem nächsten Pullover anfange und erfahrungsgemäß monatelang damit beschäftigt sein werde, werde ich erstmal die eine oder andere nützliche, aber dennoch hoffentlich hübsche, Kleinigkeit entwerfen und anfertigen. Wie immer habe ich sie schon im Kopf aber nur eine ungefähre Ahnung wie ich sie tatsächlich „zusammenfummeln“ kann 😄!

Nächste Woche werde ich dann meinen Beitrag zum talu-Wettbewerb online stellen. In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit und grüße dich ❤lich!

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8. Dezember 2017 – Häkelanleitung Stern

Heute stelle ich wie versprochen die Häkelanleitung für diesen …

Stern

… Stern ein. Man kann ihn entweder irgendwo applizieren, in eine Adventsdekoration einarbeiten oder direkt an den Weihnachtsbaum hängen. Die Suche danach war erstaunlicherweise relativ zeitaufwendig, weil mich die meisten Sterne sehr an Omas Häkeldeckchen (das ist keinesfalls despektierlich gemeint) erinnert haben. Schließlich wurde ich aber hier fündig 😊! Ich stelle mal meine, wie immer leicht modifizierte, Anleitung ein.

Und los geht’s:

Runde 1: In einen Fadenring 5 mal hintereinander 3 Stäbchen und 3 Luftmaschen häkeln. Dabei wird das allererste Stäbchen durch 3 Luftmaschen ersetzt (geht ja nicht anders 😉!). Diese erste Runde mit einer Kettmasche in die 3. Luftmasche des „Stäbchenersatzes“ schließen.

Runde 2: 1 Kettmasche und 2 Luftmaschen in das erste mittlere Stäbchen (ersetzt ein halbes Stäbchen) häkeln. Danach 5 mal 3 Stäbchen, 3 Luftmaschen und nochmal 3 Stäbchen in den jeweiligen Luftmaschenbogen der Vorrunde häkeln und dann ein halbes Stäbchen in das mittlere der folgenden Stäbchen-3er-Gruppe arbeiten. Runde mit einer Kettmasche in die zweite Luftmasche schließen.

Runde 3: 1 Kettmasche und 2 Luftmaschen (ersetzt wieder ein halbes Stäbchen) in das erste Stäbchen, dann ein halbes Stäbchen (dieses mal ein richtiges 😉) ins 3. Stäbchen häkeln. In den Luftmaschenbogen der Vorrunde 4 Stäbchen, 4 Luftmaschen und wieder 4 Stäbchen häkeln – das ganze auch hier 5 mal wiederholen. Mit einer Kettmasche in die 2. Luftmasche schließen.

F E D D I C H 😄!!! Das war’s schon!

Tipp: Wer den Stern aufhängen möchte, der häkelt zum Schluss einfach eine entsprechend lange Luftmaschenkette an und schließt den Aufhänger mit einer Kettmasche 😊!

Obwohl sich die Anleitung irgendwie kompliziert anhört, ist der Stern eigentlich wirklich einfach zu arbeiten. Solltest du also irgendwas nicht verstehen … please don’t hesitate to contact me 😄!

juicy cherries 2

Und wenn du über Freutag auf mich aufmerksam geworden bist, geht’s hier zur Anleitung für meinen Raglansweater „juicy cherries“ 😊🍒!

 

 

Ich wünsche dir einen schönen Tag und eine ebenso schöne Adventszeit ❤😊!

30. November 2017 – Der Winter kommt!

juicy cherries 2

 

Falls du an mehr Details zu meinem Pulli „juicy cherries“ interessiert bist oder gar wissen willst wie ich ihn gemacht habe, dann klicke bitte hier 🍒🍒🍒!

 

 

🍒  🍒  🍒  🍒  🍒  🍒  🍒

Nachdem ich endlich mit meinem letzten Pulli (siehe oben) fertig war, stand mir der Sinn eher nach etwas für das ich nicht einen Großteil meiner noch spärlich bemessenen Lebenszeit brauche 😉! Wie der Zufall es so wollte, ergab sich die Möglichkeit für ein spontanes, winterliches Zwischenprojekt. Und das kam so…

Wir wohnen in einem alten Bauernhaus – genau gesagt im ehemaligen Kuhstall eines alten Bauernhauses. Keine Angst, da wohnen jetzt keine mehr drin – Kühe meine ich – na ja, manchmal vielleicht eine 😉! Und wie das mit diesen alten Behausungen so ist, wurde in der Vergangenheit mal hier und mal da was angebaut. Dabei blieb ein eigentlich wünschenswertes einheitliches Bodenniveau auf der Strecke! Will heißen: Selbst in ein und derselben Etage gibt es Stufen! Eine klitzekleine davon (und die geht auch noch runter, abgefahren oder 😉) befindet sich direkt an unserer alten, hölzernen Eingangstür. Und was hat das zur Folge? Natürlich … es zieht – windtechnisch betrachtet! Is‘ nich‘ schön – hilft aber nix! Also was tut die nimmermüde Hausfrau? Sie zimmert einen Zugluftstopper davor! Leider hatte unser Exemplar aufgrund von rohen Gewalteinwirkungen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, den Geist aufgegeben. Und da unser Hund immer vor der Tür liegt und ich mich, was meine Tiere angeht, gerne zum Vollhorst mache (Nicht dass mein Hund, den jeder Eisbär um sein Fell beneiden würde, im Durchzug liegen muss und sich was wegholt😉!), musste natürlich augenblicklich ein neuer her. Unerwarteter Weise gestaltete sich das aber schwieriger als gedacht! War ich in Zeiten des boomenden Online-Handels doch davon ausgegangen, dass ich aus einer Vielzahl möglicher Modelle auswählen könne, so wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Auswahl war sehr begrenzt und die, die mir gefielen waren obendrein auch noch recht teuer!

Da aber einer her musste entschied ich mich für das billigste Modell, das durch puristische Schlichtheit bestach 😉 …

Zugluftstopper

… und auch noch zwei „Bändels“ hatte, mit deren Hilfe ich das Teil an der Tür befestigen kann.

Aber als ich ihn da so traurig, weil schlicht und unattraktiv, liegen sah, sagte ich tröstend zu ihm: „Da geht doch ein bisschen mehr! Du bekommst von mir ein Beauty-Programm verpasst, das sich gewaschen hat 😄!“ Und ob du’s glaubst oder nicht, augenblicklich ging es meinem kleinen Helferlein besser 😉! OMG, was fasel‘ ich hier eigentlich 😨!!!

Klar war, dass ich etwas häkeln würde, unklar war nur was! Winterlich sollte es schon sein! Also hab‘ ich ein bisschen im Netz recherchiert und auch dies und das gefunden. Dann setzte wie immer das „Rumprobieren“ ein und am Ende dieser Phase lag mein Fokus auf zwei möglichen Varianten…

Stern

… einem Stern und …

Schneeflocke

… einer Schneeflocke.

Entschieden habe ich mich für die Schneeflocke ❄😊!

Jetzt muss ich nur noch in Massenproduktion gehen. Na ja, ist etwas übertrieben … aber 13 bis 15 Stück werde ich schon brauchen.

Die im Netz gefundenen Anleitungen habe ich mal wieder leicht modifiziert und werde beide in Kürze einstellen.

Damit belass‘ ich es für heute, wünsche dir eine schöne Zeit und grüße dich ❤lich!

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21. November 2017 – Mein Raglanpullover „juicy cherries“

Fast drei Monate ist es her, dass ich mit diesem Pullover begonnen habe … und nun ist es endlich vollbracht! Mein Mammut-Projekt „juicy cherries“ 🍒🍒🍒 ist abgeschlossen 😃😃😃!

Du fragst dich vielleicht: „Warum um Gottes Willen gibt diese Trulla ihren Pullis Namen?“ Ich glaube, dass liegt darin begründet, dass ich soviel Herzblut in die ganze Sache reinstecke und erst zufrieden bin, wenn der Pulli in meinen Augen perfekt ist. Das impliziert aber eben auch eine nicht unerhebliche Zahl an Fehlversuchen, wenn ich mir mal wieder irgendwas neues ausgedacht habe und das damit verbundene Aufribbeln beschleunigt die Sache auch nicht unbedingt 😉! Sind die Teile dann aber irgendwann fertig, bin ich eigentlich immer sehr zufrieden. Über die lange Zeit ist mir der Pulli dann ans ❤ gewachsen. Und da Dinge, die uns wichtig sind gerne liebevoll „benamt“ werden  (manche Menschen verpassen ja sogar ihren Autos Namen) ist es mir ein inneres Bedürfnis dem nachzukommen 😉! Was die Namen an sich angeht, lässt sich sicherlich unterschiedlicher Auffassung sein, aber über Geschmack kann man ja bekanntlich nicht streiten 😊! Für mich hört sich „juicy cherries“ eben einfach besser an als „saftige Kirschen“. Wäre ich Engländerin oder Amerikanerin würde ich ihn vielleicht „cerises juteuses“ nennen … wer weiß 😉!

Und warum hat’s so lange gedauert? Nun, erst einmal sind meine Pullis durch die Bank sehr aufwendig und zweitens ist es nicht so, dass ich den ganzen Tag brav vor mich hinwerkele. Ich denke, ich komme im Schnitt auf eine Stunde Handarbeit pro Tag … mal mehr, mal weniger, mal gar nicht! Und manchmal sind der Pulli und ich auch völlig gegensätzlicher Ansicht, was das Umsetzen meiner Ideen angeht. Dann sträubt er sich und es kommt unweigerlich zu einem heftigen Streit. Das wiederum führt dann dazu, dass ich beleidigt bin und mehrere Tage nicht mit ihm spreche. Ich bin schließlich eine Frau … und neige damit zum tagelangen „Rummucksen“ 😉! Aber dann denke ich noch mal über alles nach, gehe in mich und dann wieder auf ihn zu. Schlussendlich kommen wir dann fast immer zu einem beide Seite zufriedenstellenden Ergebnis! Oh Gott, was schreibe ich hier eigentlich? Ich bin ein Freak 😜!!!

Nun aber genüg der wortreichen und teilweise sinnfreien Ausführungen … her mit dem Pulli 😊 – tatatataaaa, da is‘ er, der Gute:

juicy cherries 2

Die Ärmel sind in einer Art „all-over-Druck“ über und über mit Kirschen besetzt (sehr aufwendig!!!), die ich einzeln gehäkelt, vernäht (492 Fäden!!!) und schließlich aufgenäht habe:

Kirschen all over 2

Auf dem Vorderteil prangt eine große, halbrunde Bauchtasche, die ich ebenfalls mit einer gehäkelten Kirsche verziert habe:

Bauchtasche instagram

Der Kragen ist – wie sollte es auch sonst sein – gehäkelt und der notwendige rückwärtige Schlitz (sonst wäre „birnentechnisch“ kein Durchkommen gewesen 😉) mit Kirschlättern und einer -blüte verziert:

JC Kragen hinten und vorne

Der Vollständigkeit halber, zeige ich dir auch noch die leicht überbelichtete Rückenansicht:

juicy cherries RT

Das kleine Label am unteren Rand habe ich in einem Stoffgeschäft gefunden. Und da es so gut passte…

label made by me

… hab‘ ich’s halt auch noch drauf gezimmert 😉!

Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Kombination aus Häkelapplikationen und Strick richtig cool finde 😍. War ja schon das zweite Mal (siehe auch mein Pulli sunny marguerites ). Allerdings ist es auch mega-aufwendig und nicht mal eben so nebenbei gemacht.

So, auf geht’s zu neuen Ufern. Mein nächstes Projekt wird mit Sicherheit deutlich schneller fertig sein. Und so viel sei schon verraten: Es wird winterlich ❄☃❄☃!!!

Ich wünsche dir wie immer eine schöne Zeit 😉❤😍!

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14. November 2017 – Der Kragen

So langsam geht’s in Richtung Endspurt 😃 – Ärmel fertig, Vorder- und Rückenteil fertig – jetzt ist der Kragen dran!

Das Problem bei einem Raglan-Pullover ist, dass, dadurch die Ärmel quasi in den Halsausschnitt integriert sind, eben dieser Halsausschnitt relativ weit wird. Und wenn ich etwas nicht mag, dann sind es diese weiten Ausschnitte bei Winterpullovern. Ich bin kein Wintermensch!!! Ich liebe den Sommer, weil es dann so schön warm ist. Alles bis 35 Grad empfinde ich als äußerst angenehm. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass ich im Winter eigentlich immer friere 😒 und dieser Umstand nicht unbedingt zu meinem Wohlbefinden beiträgt 😉! Was soll ich also mit all‘ diesen Pullovern, die zwar vom Material her schön warm sind, aber einen Halsausschnitt haben, der gefühlt bis zum gepiercten Bauchnabel reicht? Mir ist dann da oben kalt!!! Also muss ich entweder auf ungeliebte Rollkragen-Pullover ausweichen oder mir ein Tuch um den Hals wickeln, was auch blöd ist, weil ich Tücher ebenfalls nicht besonders mag! Ist vielleicht ein bisschen „diven-mäßig“ … trotzdem frage ich mich: „Wo sind die hochgeschlossenen Winterpullis?“ Die gab‘ doch früher mal! Oder bin ich die einzige, die damit ein Problem hat?!

Ach herrje, ich schweife schon wieder ab!! Nach vielen, leider zumeist, überflüssigen Worten, bleibt aber die Tatsache bestehen, dass mir auch dieser Halsausschnitt zu weit ist. Also muss eine Lösung her … und zwar pronto 😉!!! Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen so eine Art zweiteiligen Polo-Kragen zu häkeln. Zweiteilig, weil er durch den rückwärtigen Schlitz eben auch auf dem Rücken nicht durchgängig ist und gehäkelt damit er schön „brettig“ wird.

Den Entschluss gerade erst gefasst, habe ich mich auch frisch ans Werk gemacht und die erste Hälfte des Kragens gehäkelt …

Kragen jc

…und zwar einfach nur ein paar Reihen fester Maschen. Dann habe ich ein grünes Picot-Bändchen gehäkelt …

Picot-Herz rot

… und am Rand des Kragens aufgenäht. So ein Bändchen zu häkeln ist wirklich pups-einfach. Du häkelst drei oder vier Luftmaschen (ich habe vier genommen, damit das „Zähnchen“ etwas größer wird) und dann eine feste Masche in die erste der Luftmaschen. Dann wieder vier Luftmaschen usw. usw..Warum ich das gemacht habe, erkläre ich dir gleich 😊!

Kragen jc mit Picots

So weit – so gut! Ich habe die Kragenhälfte bewusst 3 cm kürzer gehäkelt, als die Halsausschnittweite eigentlich vorgab. Damit will ich eben gewährleisten, dass der Ausschnitt enger wird. Und wie man hier …

Unbenannt

… gut sehen kann, ist mir das auch leidlich gut gelungen 😉! Die linke bereits eingenähte Kragenhälfte liegt viel enger am Hals als der „unbehandelte“ rechte Teil.

Dann brauchte ich das Ganze nur noch einmal wiederholen und fertig ist der Kragen.

fertiger Kragen jc

Abschließend noch der Grund, warum ich den Kragen mit den grünen Picots eingefasst habe. Zum einen ist es ein ordentlicher Abschluss und verdeckt die unschönen Kanten am Reihenanfang, zum anderen liegt der weiße Kragen zum Teil ja auch auf dem weißen Ärmel. Und da „weiß“ auf „weiß“ so unglaublich „weiß“ wirkt 😉, bringt der grüne Rand den gewünschten Kontrast.

Der Vollständigkeit halber zeige ich dir auch noch den Kragen von hinten mit dem Schlitz:

Kragen jc RT

Jetzt muss ich nur noch die Seiten- und Ärmelnähte schließen und dann bin ich FERTIG 😃😃😃!!!

Ich wünsche dir eine schöne Zeit und hoffentlich bis ganz bald 😊❤!

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03. November 2017 – Rückenteil von „juicy cherries“

Große Kirsche juicy cherries🍒 🍒 🍒 🍒 🍒

Die Anleitung zum Häkeln der großen Kirschapplikation findest du  hier !

🍒 🍒 🍒 🍒 🍒

 

Aber hier geht’s jetzt erstmal mit dem Rückenteil meines Raglanpullis „juicy cherries“ weiter. Es wird genauso wie das Vorderteil gestrickt. Einzige Ausnahme ist der Schlitz am rückwärtigen Halsausschnitt. Und wofür brauche ich diesen Schlitz? Weil meine Birne, nachdem ich den Kragen angenäht habe, schlicht nicht mehr durchpassen würde 😉!!! Noch ist es möglich, aber ich habe vor durch den noch zu fertigenden Kragen viel Weite aus dem Halsausschnitt zu nehmen. Ich mag’s halt hochgeschlossen, weil ich kein Tuchträger bin und es mir am Hals dann einfach zu kalt wird! Ob mir das gelingt – die Sache mit der Halsweiten-Verkleinerung meine ich – muss sich noch zeigen! Und wenn nicht habe ich eben einfach einen Schlitz … nicht im Kleid sondern im Sweater 😉 und find‘ es trotzdem wunderbar 😃!

Und damit es eben nicht einfach nur ein oller Schlitz ist, habe ich ihn noch etwas aufgepeppt. Schließlich ist das Rückenteil genau wie das Vorderteil einfach nur rot mit grünem Bündchen …

rotes Rückenteil

… da darf’s dann zumindest schlitzmäßig betrachtet schon mal ein bisschen mehr sein 😊!!!

Und bevor ich hier noch weitere ellenlange Reden schwinge, zeige ich dir einfach mal was ich damit meine:

Rückenschlitz juicy cherries

Hm ja, ganz nett … und wie genau habe ich das gemacht? Ist wirklich einfach …

Für den Schlitz wird das Rückenteil einfach nur geteilt. Also habe ich 5 cm vor Erreichen der Gesamtlänge die Hälfte der Maschen still gelegt um zuerst die eine und dann die andere, zuvor still gelegte Seite, zu Ende zu stricken. Danach habe ich den Rand des Schlitzes mit festen Maschen in der Farbe „grün“ umhäkelt. So rollt er sich nämlich nicht mehr ein! Anschließend habe ich 6 Blätter gehäkelt und zwar nach dieser Anleitung . Aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund habe ich mich dann auch noch dazu entschlossen eine Kirschblüte an das untere Ende zu „zimmern“. Da diese Blüte sehr klein werden sollte, habe ich das ursprünglich 8-fädige Garn um die Hälfte reduziert, so dass ich nur noch ein 4-fädiges hatte. Das geht bei mir ganz leicht, da ich, wie schon mehrfach erwähnt, ein unverzwirntes Garn verwende.

Und hier die kurze Anleitung für die 🌸Kirschblüte🌸:

  1. In einen Fadenring 5 feste Maschen häkeln und mit einer Kettmasche schließen.
  2. 2 Luftmaschen, 1 Stäbchen in die 1. feste Masche der Vorrunde und wieder 2 Luftmaschen häkeln – das Ganze 5 mal wiederholen.

Und das war’s schon … fertig ist die kleine Blüte 😊🌸!!! Hat auch gar nicht weh getan … ist aber ein bisschen „fummelig“, weil man während des Häkelns nur einen Hauch von nichts zwischen den emsigen Fingerchen hat 😉!

So, das war’s für heute. Das nächste Mal wird sich dann alles um die Kragenlösung drehen. Bin schon gespannt, ob ich das so hinkriege wie ich mir das vorstelle 😊!

Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit – bis hoffentlich ganz bald ❤💖❤💖❤!!!

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26. Oktober 2017 – gehäkelte Kirschapplikation ca. 10 x 10 cm

Wie bereits vorgestern angekündigt, folgt heute die Anleitung für die große 🍒Kirschapplikation🍒. Los geht’s…

Große Kirsche juicy cherries

Für die Kirschen habe ich zunächst einmal einfache Kreise gehäkelt und zwar wie folgt:

Runde 1: In einen Fadenring 6 feste Maschen häkeln.

Runde 2: 2 feste Maschen in jede feste Masche der vorherigen Reihe => 12 feste Maschen

Runde 3: 1 feste Masche in die erste, 2 feste Maschen in die 2. feste Masche. Das Ganze 6 mal wiederholen => 18 feste Maschen

Runde 4: 2 feste Maschen in die erste, dann jeweils eine feste Masche in die 2. und 3. feste Masche – 6 mal wiederholen => 24 feste Maschen

Runde 5: 1 feste Mache jeweils in die 1., 2. und 3. feste Masche, dann 2 feste Maschen in die 4. feste Masche – 6 mal wiederholen => 30 feste Maschen

Durch das Versetzen der Zunahmen entsteht ein Kreis, der erstaunlich rund ist. Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass ein Kreis rund ist meine ich, ist es aber nicht 😉! Das klassische Amigurimi-Schema versetzt die Zunahmen nicht. Dadurch verlaufen sie direkt übereinander, was bei mehr als 3 Runden zu einem Sechseck führt. Bei Amigurimis ist das eigentlich egal, weil die jeweiligen Figuren derartig mich Füllwatte vollgestopft werden, dass dem ursprünglichen Sechseck Hören und Sehen vergeht und sich mit einem Aufstöhnen schnell in seine erwünscht runde Form ergibt 😉! Aber bei zweidimensionalen Kirschen is‘ eben nix mit Ausstopfen. Da möchte ich den Kreis doch von Anfang an geschmeidig rund haben 😊!

Kommen wir zu den Blättern. Die sind wirklich einfach…

Du schlägst 16 Luftmaschen an und häkelst ohne zu wenden wie folgt zurück:

1 feste Masche, 1 halbes Stäbchen, 1 Stäbchen, 1 halbes Doppelstäbchen, 1 Doppelstäbchen, 1 halbes Dreifach-Stäbchen, 3 Dreifach-Stäbchen, 1 halbes Dreifach-Stäbchen, 1 Doppelstäbchen, 1 halbes Doppelstäbchen, 1 Stäbchen, 1 halbes Stäbchen und 1feste Masche

Danach häkelst du 2 Wendeluftmaschen, drehst die Arbeit um 180 Grad und häkelst genauso wieder zurück. Mit einer Kettmasche in die erste feste Masche wird das Blatt beendet.

Wie  du auf dem Foto erkennen kannst, sind die beiden Stiele einfach nur eine aufgenähte Luftmaschenkette.

Jetzt das Ganze noch auf den gewünschten Untergrund aufnähen … et voilà …  fertig ist die große Kirsch-Applikation 🍒🍒🍒!

Ich wünsche dir einen schönen Tag und bereits jetzt ein noch schöneres Wochenende ❤❤❤!

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24. Oktober 2017 – Vorderteil von „juicy cherries“

Uff, hab‘ ich’s doch geschafft zumindest noch einen Oktober-Post hinzubekommen 😃👍! Tut mir wirklich leid, aber wie’s eben manchmal so läuft, hat beim Stricken des Vorderteils irgendwas mal so gar nicht geklappt, wie ich’s wollte und dann war ich beleidigt 😉 … und musste erst einmal schmollen!!! Geht’s dir auch manchmal so, dass du bei auftauchenden Schwierigkeiten und dem damit verbundenen „schön-Aufribbeln-und-nochmal-von-vorne-Anfangen“ kurzzeitig die Lust verlierst?

Und dann hatten wir plötzlich unfassbar schönes Oktober-Wetter 🍁🍂🍁, das ich unbedingt ausnutzen musste. War es doch absehbar, dass die wirklich schönen Tage dieses Jahres gezählt sind. Ist ja eigentlich auch kein Problem, denn schließlich zwingt mich keiner zur Handarbeit.

Der Auslöser meines – nennen wir es mal – Missmuts war das verkackte (‚tschuldigung 😏) Bündchen. Eigentlich ein bedeutungsloser Standard aber diesmal wollte ich es irgendwie anders machen. Wer schon mal einen meiner Posts gelesen hat, weiß, dass ich klassische Rechts-Links-Bündchen nicht leiden kann. Ich finde sie schlichtweg doof!!! Über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen nicht streiten 😉! Ein Bündchen muss aber dran, weil sich glatt rechts gestrickte Teile, wenn man sie lässt, gefühlt bis zum Bauchnabel einrollen. Aber mit meinen favorisierten glatt-rechts-und-einmal-umschlagen-Bündchen hatte ich bei dieser Wolle auch so meine Probleme. Trotz aller Hingabe, die ich noch aufzuwenden in der Lage war, klappte es trotzig hoch!Also aufribbeln!!! Dann entschloss ich mich das Bündchen zur Abwechslung mal anzuhäkeln. Schließlich rollen sich gehäkelte Teile nicht ein! Das sah aber derartig beknackt aus, dass man hätte meinen können, ich hätte mich komplett volltrunken beschwingt ans Werk gemacht! Tja dumm gelaufen, dann mal tief Luft holen und wieder A U F R I B B E L N!!! Auf meiner persönlichen, nach oben offenen „Petra-hat-Spaß-am-Handarbeiten“-Skala befand ich mich bereits bei minus 3 – Tendenz stark fallend!!! Nächster Versuch: Bündchen anstricken und dabei die linke Seite nach außen nehmen. Dann rollt sich das Bündchen nämlich von ganz allein nach innen. Leider war mir beim Anstricken nicht aufgefallen, dass ich über mehrere Reihen nur mit einem halben Faden gestrickt hatte. Das passiert schon mal, da ich mit nicht verzwirntem Garn arbeite. Hab‘ ich aber leider erst festgestellt, als ich fertig war und das Teil von der Maschine genommen hatte. AUFRIBBELN – Level minus 9 😉!!! Mittlerweile fand ich alles doof … stricken, häkeln, Bündchen, Kirschen, den ganzen Pullover, meinen Mann 😉… Level minus 15 (und das ohne weitere Versuche)! Also legte ich erst einmal ein kreatives Päuschen ein 😊!

So, nach vielen, eigentlich gänzlich überflüssigen Worten, hier nun das fertige Ergebnis:

rotes Rückenteil

Du denkst jetzt vielleicht: >>Ist doch nicht ihr ernst! Was is’n das für ’ne Trulla!!!<< So viele Worte für ein rotes Vorderteil mit grünem Bündchen. Wie originell!!! Aber das grüne Ding klappt zumindest nicht hoch!!!

Und selbstverständlich ist es trotz der kirsch-übersäten Ärmel (siehe hier ) auch nicht dabei geblieben. Auch mir war das Vorderteil nämlich zu schlicht. Wie wär’s mit ’ner Bauchtasche. Aber nicht so eine wie bei meinem Pulli sunny marguerites sondern eine nach oben offene halbrunde Tasche, wie man sie manchmal bei Klein-Mädchen-Pullis sieht. Dafür musste ich aber erstmal eine Strickschrift zaubern. Und da ist sie:

Strickschrift Bauchtasche juicy cherries

Die Abbildung zeigt die Bauchtasche in Strickrichtung. Aufgenäht wird sie natürlich anders herum. Der untere schmale Teil und die Nahtzugaben werden beim Aufnähen dann umgeschlagen. Lange Rede – kurzer Sinn … so sieht’s aus, wenn die Tasche auf’s Vorderteil gezimmert wurde und ich meine eigenen Ideen geklaut habe (siehe Tasche „giant cherry“ ):

Bauchtasche breit

Um die weiße Tasche habe ich noch eine grüne Luftmaschenkette genäht, damit der Übergang besser aussieht, denn leider lässt sich ein Gestrick nicht so einfach säumen wie ein Gewebe.

Und wie ich die Kirsche gehäkelt habe, erkläre ich dir beim nächsten Mal 😃!

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit und grüße dich ❤lich … bis hoffentlich ganz bald 😊!!!

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21. September 2017 – Beide Raglanärmel …

… sind geschafft 😄 …

beide Kirsch-Ärmel

… und glaub‘ mir, das war ’ne Menge Arbeit!!! Zuerst die Ärmel stricken, dann die Kirschen häkeln 🍒🍒🍒 und zum Schluss 82 davon aufnähen. Sollte dich interessieren wie ich es hinbekommen habe, dass die kleinen Dinger so gleichmäßig verteilt sind, dann schau bitte in den beiden vorherigen Posts nach.

Wenn ich nur die Kirschen betrachte, habe ich allein dafür 4 9 2 (in Worten vierhundertzweiundneunzig) Fäden vernäht. Ich kann’s selbst kaum glauben, was ich für beknackte Ideen habe 🙂 !!! Aber jetzt brauch‘  ich auch nicht mehr rumzunölen  … ist schließlich alles fertig!

Und wie geht’s jetzt weiter? Nun, um einer irreversiblen Kirsch-Blindheit effektiv vorzubeugen, werde ich Vorder- und Rückenteil dieses Raglanpullovers, mit dem klingenden Arbeitstitel „juicy cherries“, einfarbig „rot“ stricken. Die Bündchen wollte ich ursprünglich anhäkeln. Da das aber aussah, als hätte ich irgendwas, das überhaupt nicht zusammenpasst, grob zusammengetackert, habe ich mich von dieser Idee gänzlich emotionslos verabschiedet. Jaaa, auch ich kann, wenn es notwendig ist, hart durchgreifen 😉 ! Ich werde sie stattdessen im Nachhinein anstricken und zwar in der Farbe „grün“… höchstwahrscheinlich mit der linken Seite nach außen.

Das Vorderteil bekommt in Bauchhöhe eine nach oben geöffnete, halbrunde Tasche verpasst, die stark an die Klappe meiner Umhängetasche „giant cherry“ erinnert. In den Halsbereich des Rückenteils werde ich einen kleinen Schlitz einarbeiten um auch sicher zu gewährleisten, dass ich schlussendlich meine Birne durch den dafür vorgesehenen Ausschnitt bekomme. Diesen Schlitz werde ich auch noch irgendwie verzieren. Mal schauen was mir da einfällt 😉 !

Auf ein Halsbündchen werde ich verzichten und stattdessen einen richtigen Kragen häkeln oder stricken. Ich weiß es noch nicht genau und muss einfach mal wieder ausprobieren wie’s am besten hinhaut.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag und grüße dich ❤lich!

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12. September 2017 – Der erste Raglanärmel…

… ist fertig 😀 !

Momentan gibt’s nicht viel zu berichten. Ich häkle Kirschen und nähe sie anschließend mit transparentem Garn auf. Dann häkle ich wieder Kirschen 🍒🍒🍒 … es nimmt kein Ende 😭!!! Aber …

… das Anfertigen des ersten Ärmels ist schon mal Geschichte …

WP_20170826_002 (2)

So sieht er aus wenn noch alle roten „Hilfslinien“ drin sind und so …

Ärmel mit Kirschen

… wenn die Fäden gezogen sind. Und wenn du nochmal einen genauen Blick drauf wirfst …

Kirschen all over 2

… sieht’s doch wirklich aus wie ein All-Over-Druck, bestehend aus gestricktem Untergrund und gehäkelten Kirschen, die im letzten Schritt mit transparentem Garn aufgenäht werden. Ich find’s immer wieder echt cool, wenn ich mir was ausdenke und das Ergebnis tatsächlich meinen ursprünglichen Vorstellungen entspricht. Da hab‘ ich ma‘ so richtig Spaß inne Backen 😀 😀 😀 !!! Allerdings nur kurz, sehr, sehr kurz – sozusagen mega-kurz – da ich jetzt den ganzen Käse nochmal machen muss. Ich pflege nämlich meine Pullis ausnahmslos mit zwei Ärmeln auszurüsten 😉 !!! Crazy, oder 😀 !

Jau ne, dann mach‘ ich mal weiter …

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit ❤❤❤! Hoffentlich bis ganz bald …

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01. September 2017 – cherries all-over

Tasche mit LogoWenn du über Freutag auf meinem Blog gelandet bist, findest du hier die Anleitungen für meine Tasche „giant cherry“. Wirfst du dann auch noch einen Blick auf die Seitenleiste kannst du mittlerweile auch noch einiges mehr entdecken. Ansonsten geht’s im Folgenden bereits um mein neues „Projekt“ 😀 !

 

Kirschenring

Wie du siehst habe ich mittlerweile einiges an Kirschen 🍒🍒🍒 fertiggestellt. Ist zwar nur ein Bruchteil – vielleicht ein Drittel – aber immerhin 😀 !!

Fertig gestrickt sind auch die beiden Raglanärmel in wollweiß. Und die will ich ja mit den Kirschen sozusagen „all-over-bedrucken“!

Also habe ich mir den ersten Ärmel geschnappt…

Raster juicy cherries

… und mir ein Raster „gebaut“. Das ist echt sehr anstrengend für meine alten Augen, sodass ich immer nur 4 – 6 Hilfslinien auf einmal machen kann. Danach verschwimmen diese winzig kleinen Maschen derartig, dass ich es gut sein lassen muss. Aber aus meiner Erfahrung mit sunny Marguerites , geht eben nix ohne diese Markierungen, weil sonst alles krumm und schief wird. Und wer meinem Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich das absolut gar nicht leiden kann. Aber so was von gar nicht!!! Immer schön symmetrisch lautet die Devise 😉 !! Tatsächlich bin ich so eine, die beim Anblick eines schief aufgehängten Bildes dezent „wuschig“ wird. Ich muss dann immer dahin glotzen und kann mich nur mühsam davon abhalten aufzustehen, um das Bild gerade zu hängen! Das ist anstrengend 😉 !!! Jaaa, da staunse, diese bemitleidenswerten Freaks gibt’s nicht nur bei Loriot …  😀 !

Wenn du jetzt mal genau hinschaust…

Raster

… dann erkennst du nicht nur die horizontalen sondern auch die vertikalen Hilfslinien. Und in die kleinen Quadrate, sie so entstehen, passt genau – wer hätte es gedacht – eine Kirsche 🍒!

Ich hab‘ übrigens schon mit dem Aufnähen angefangen…

Kirschen teilw. aufgenäht

… und so weit bin ich jetzt 😀 ! Wie du auf dem Foto erkennen kannst, muss ich mal wieder mit transparentem Nähgarn arbeiten. Horror!!! Ich. Hasse. Transparentes. Nähgarn. In meinen Augen ist es ätzend zu verarbeiten und tatsächlich derartig transparent, dass ich es nur gegen Licht sehen kann. Ohne Patent-Nähnadel, könnte ich komplett einpacken, denn das Einfädeln eines einzigen Fadens würde bis Weihnachten dauern! Aber ich habe mir mittlerweile eine Technik angeeignet, bei der ich komplett ohne Knoten in den Fadenenden nähen kann. Ohne Sch… , ich fühle das eher, als dass ich es sehen kann!!! Aber wenn die Kirsche dann erstmal auf den Ärmel genäht ist, ist das Ergebnis wirklich überzeugend! Also lautet die Devise: „Weiter angestrengt ins verschwommene Nichts starren 😉 !!!“

So, dann werde ich mal weiter Kirschen häkeln, um sie anschließend im Blindflug auf’s Gestrick zu „zimmern“ 😀 !!!

In diesem Sinne wünsche ich dir wie immer einen schönen Tag 🔅❣❣❣

24. August 2017 – So, dann wollen wir mal…

Erdbeer-Täschchen

🍓🍓🍓🍓🍓

Für diejenigen, die über RUMS oder Fannys Liebste hier gelandet sind geht’s hier zur Anleitung für mein Täschchen „strawberry feeling“ 🍓🍓🍓🍓🍓.

 

… mit was Neuem beginnen 😀 !

Während des Arbeitens an meiner Tasche „giant cherry“ wurde ich ja wie erwähnt quasi von einer Ideenflut davongespült. Die erste Umsetzung manifestierte sich im Kosmetik-Täschchen „strawberry feeling“, das ursprünglich auch mit Kirschen 🍒🍒🍒 gedacht war. Die nächste Idee schon im Kopf schwenkte ich dann aber lieber auf Erdbeeren 🍓🍓🍓um. Zuviel Kirschen sind bekanntlich ungesund 😉 !!!

Aber jetzt wird es wieder Kirschen geben – viele Kirschen, ganz gaaaaanz viele Kirschen für mein derzeitiges „Projekt“ … einen Pullover mit dem Arbeitstitel „juicy cherries“.

Wir waren neulich zu einer Rockabilly Party eingeladen und da mein Kleiderschrank wirklich mit gar nix Rockabilly-mäßigem aufwarten konnte, musste ich mir speziell für diesen Anlass ein Kleid kaufen … samt Petticoat! Während meiner zugegebenermaßen äußerst verzweifelten Suche, fiel mir eins ins Auge, das einen sehr schönen Allover-Druck hatte – wer hätte es gedacht …  Kirschen 🍒🍒🍒. Wohin der Blick auch schweifte, das ganze Kleid war über und über mit Kirschen bedruckt. Ich habe mich dann zwar für ein anderes entschieden, aber die Kirschen blieben nicht unbedingt „always“ aber „on my mind“ … bis heute … und jetzt mach‘ ich was draus 😉 !

Ach übrigens, was die Party anbelangt… Irgendwann während dieser Veranstaltung, nahm mich eine, von der dröhnenden Mucke schon sichtlich geschwächte, ältere Dame beiseite und sagte mir, dass ich die einzige sei, die sie wirklich an die Tanzveranstaltungen der 60er-Jahre erinnere. Ist das nicht ein schönes Kompliment 😀 😀 😀 !!!

Nun aber genug der Selbstbeweihräucherung und weiter im Text!!! Ich werde nicht den ganzen Pullover „verkirschen“ sondern mich auf die Ärmel beschränken. Für Vorder- und Rückenteil schwebt mir schon was anderes vor. Aber wenn ich für die Ärmel sozusagen meinen eigenen Allover-Druck fabriziere, brauche ich eine Menge Kirschen. Die zu stricken scheidet völlig aus, da ich aufgrund der geringen Größe nur etwas sehr eckiges hinbekommen würde. Und wer will schon Quadrat-Kirschen mit Rechteck-Blättern 😉 ? Also werde ich die kleinen Dinger häkeln müssen. Demzufolge besteht mein „Druck“ aus einem gestrickten Untergrund und gehäkelten Kirschen, die ich abschließend aufnähe … also sozusagen ein „Strick-Häkel-Näh-Druck“ 😀 ! Das wird wieder sehr, sehr, sehr viel Arbeit und wahrscheinlich muss ich an dieser Stelle der Tatsache beherzt ins Auge blicken, dass ich eine besorgniserregende Macke habe … irgendwas in Richtung Selbstgeißelung 😉 ! Beim Anfertigen meines Pullis sunny marguerites war ich mir absolut sicher, dass ich mir so einen aufwendigen Sch… nicht noch einmal antun werde! Und was tue ich, nicht mal zwei Monate später … Sei also vorgewarnt, diese Geschichte wird sich wieder hinziehen wie ’n olles Kaugummi 😉 !

Wie dem auch sei, bevor ich mit dem Stricken loslegen kann muss ich erst einmal wissen wie groß die Kirschen denn nun genau werden. Also habe ich damit begonnen mich an die Kirschen heran zu wagen und hatte wie immer den ein oder anderen Fehlversuch …

Kirschen Fehlversuche

… zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn! Aber schlussendlich hab‘ ich’s hingekriegt…

Kirsche Pulli

Nachdem die Größe nun feststand (3,5 mal 3,5 cm) konnte ich mich an den Ärmelschnitt machen.

Und da ist er:

Ärmelschnitt sweet cherries

Die Quadrate sind sozusagen die Platzhalter für die Kirschen. War ’ne ziemliche Rechnerei, aber ich hab’s nun mal gerne sehr symmetrisch 😉 . Jetzt kann ich erkennen, dass ich um die 80 Kirschen brauchen werde, also muss ich vernäh-technisch mal wieder alles geben. Allein für die Kirschen werden 320 Fäden erwarten, dass sie irgendwer gefälligst unsichtbar zu machen hat. Das bleibt dann ja wohl an mir hängen 😢!!! Und da ich leider nicht Hermine Granger heiße…

Als der Schnitt dann so vor mir lag … hmm, ich hätte da eine Idee 💡!!!  Aber das verschieb‘ ich mal auf später. Auf jeden Fall geht da was 😀 !

Da ich nach wie vor keine rechts-links-Bündchen mag, werde die Bündchen zum ersten Mal anhäkeln. Hab‘ ich noch nie gemacht und bin gespannt ob’s was wird! Das bedeutet das dieser Schnitt die Bündchenbreite unberücksichtigt lässt … will sagen, der Ärmel ist so zu kurz!

So, genug für heute! Ich begebe mich dann jetzt mal an die Kirschen-Massenproduktion … aber nicht ohne dir vorher noch eine schöne Zeit zu wünschen ❤❤❤!

15. August 2017 – Kosmetik-Täschchen – die zweite…

… und letzte 😀 !!!

Wo war ich stehengeblieben? Ah ja, die Erdbeeren 🍓🍓🍓 sind fertig – bleibt nur die Frage wohin damit? Richtig – auf den weißen Streifen 😉 !

Also hab‘ ich die kleinen Scheißerchen 😉 eben da drauf genäht…

zwei Erdbeeren

🍓

…und bevor die Erdbeere rundherum befestigt war vorher noch ein bisschen ausgestopft. Ich glaub‘ du kannst gut erkennen, dass die linke Beere deutlich praller ist als die rechte.

🍓

 

Danach musste ich nur noch die Seitennähte schließen, den Reißverschluss einnähen und schließlich einfüttern – M I T  D E R  H A N D 😖👎, weil mein altersschwaches Billig-Maschinchen es einfach nicht gebacken kriegt (Miststück 😉 !!!). Und hier nun das Endergebnis:

WP_20170713_006

Jetzt hab‘ ich endlich ein Schminktäschchen, in das ich all‘ meine lieb gewonnenen, kleinen Helfer 😉 hineinbekomme 😀 😀 😀 ! Hätte mir auch mal früher einfallen können!

Und weil ich den Reißverschluss irgendwie öde fand, habe ich ihn noch ein bisschen aufgepimt. So sieht er hübscher aus und ich kann ihn besser greifen.

WP_20170713_015

Dafür habe ich einfach zwei Blätter gehäkelt (siehe 3D – Kirsche ) und am Zipper befestigt.

Abschließend noch ein Blick ins Täschchen…WP_20170713_017

… weil ich es brav eingefüttert habe 😉 !

Nächste Woche geht’s mit meinem neuen „Projekt“ weiter, das allerdings wieder deutlich aufwendiger wird. Ich hab‘ keine Ahnung, ob ich alles so hinbekomme, wie ich’s mir vorstelle – aber bis jetzt hat es ja eigentlich immer geklappt, wenn auch von dezenten Wutanfällen, hier und da aufflammender Resignation oder beschwingten Freudentänzchen begleitet… Aber so ist es halt, wenn man sich alles selbst ausdenkt 😉 !!!

Bei uns ist heute Feiertag und es verspricht auch noch ein sehr sonniger 🔅 zu werden. Ich denke da werde ich mich mal wieder schön entspannt in der Sonne aalen – den imposanten Bügelberg gekonnt ignorierend – mir meinen Kindle schnappen und, von Hund und Katz‘ umringt, bis zum Pupillenstillstand lesen 📖. Das ist neben dem Handarbeiten nämlich meine zweite große Leidenschaft ❤!

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche – hoffentlich bis ganz bald ☺❤🍓!

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10. August 2017 – Erdbeer-Applikation

ErdbeereWie versprochen stelle ich heute die Anleitung zum Häkeln der Erdbeer-Applikation ein. Da ich mich nach wie vor zu den Häkelanfängern zähle, habe ich zwar immer eine genaue Vorstellung wie das Endergebnis aussehen sollte, nur hapert es leider an der Umsetzung. Ich habe schlicht noch zu wenig Grundwissen, um mich einfach hinzusetzen und mal ’ne Erdbeere zu „wuppen“. In diesen Fällen ist das Netz wirklich außerordentlich hilfreich. Und schließlich, nach echt langem Suchen, habe ich was passendes entdeckt. Leider finde ich den Link für die kostenlose Anleitung nicht mehr und da ich sowieso ein paar Veränderungen vorgenommen habe, stelle ich heute eben meine ganz persönliche Anleitung ein. Na, denn ma‘ los 😉 !

 

Abkürzungen

LM – Luftmasche

fM – feste Masche

WLM – Wendeluftmasche

KM – Kettmasche

hStb – halbes Stäbchen

… und mehr braucht es auch nicht!

 

Anleitung Erdbeere:

Du beginnst quasi unten und schlägst als erstes 3LM an, danach häkelst du wie folgt:

Reihe 1: 2fM, 1WLM

Reihe 2: In jede fM der Vorreihe 2 fM häkeln, 1 WLM => 4 fM

Reihe 3: die 1. und letzte Masche der Vorreihe verdoppeln, 1 WLM => 6 fM

Reihe 4: 6 fM, 1 WLM

Reihe 5: die 1. und letzte Masche der Vorreihe verdoppeln, 1 WLM => 8 fM

Reihe 6 und 7: 8fM, 1 WLM

Reihe 8: die ersten und letzten 2 Maschen zusammenhäkeln, 1 WLM => 6 fM

Reihe 9: 6 fM, 1 WLM

Reihe 10: wie Reihe 8 => 4 fM

Du befindest dich jetzt in der oberen linken Ecke und umhäkelst nun die ganze Erdbeere mit festen Maschen. Damit sich die Erdbeere danach nicht wellt, musst du speziell die „Eckmaschen“ verdoppeln. Sollte das nicht reichen, kannst du auch noch mal an den Seiten eine Masche verdoppeln. Ich musste es mal so und mal so machen. Ist eben Handarbeit und deswegen fallen die Beeren eben unterschiedlich aus 😉🍓.

Anleitung Blätter und Stiel:

Du schlägst 5 LM an und behäkelst diese danach mit 1 KM, 1 fM, 1 hStb und wieder einer KM (1. Blatt).

Von diesem Punkt aus, schlägst du wieder 5 LM an und arbeitest genau wie beim ersten Blatt (2. Blatt).

Und noch mal dasselbe für’s 3. Blatt!

Jetzt sind die 3 Blätter schon mal fertig. Fehlt nur noch der Stiel. Nachdem du das 3. Blatt beendet hast, häkelst du nun 6 LM und behäkelst diese mit 5 KM. Jetzt noch eine KM ins erste Blatt und du bist fertig!

Wenn du den Faden nun schön lang abschneidest, kannst du damit die Blätter direkt auf die Erdbeere nähen.

Ganz zum Schluss habe ich dann noch 8 Perlen aufgenäht, die die Samen symbolisieren sollen. Du kannst aber auch einfach was aufsticken oder ganz darauf verzichten.

🍓🍓🍓🍓🍓 F E R T I G 🍓🍓🍓🍓🍓!

Guten Appetit ☺☺☺!

Schüssel mit Erdbeeren verlinkt mit: RUMS , maschenfein und fannys liebste

08. August 2017 – Schminktäschchen

Dieser Blogpost ließ leider ein bisschen auf sich warten. Aber ich war dezent „abgelenkt“ – und das kam so…

Vor einigen Tagen sitze ich an meinem Schreibtisch und surfe verträumt ein bisschen vor mich hin. Du musst wissen, dass mein Arbeitszimmer das erste ist, das nach Betreten des Hauses vom Flur abgeht. Ich sitze also wie gesagt völlig entspannt da rum, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel einen meiner Kater registriere, der irgendwie komische Geräusche von sich gibt. Also drehe ich mich um, dem Geräusch Sherlock-Holmes-mäßig auf der Spur 😉 . Und was macht mein Kater? Ach nur saufen! S A U F E N ??? Wieso saufen??? Der Napf steht doch gar nicht hinter der Haustür. Stimmt!!! … trotzdem konnte mein Kater aus dem bereits erstaunlich großen See saufen, der sich im Haus gebildet hatte. Daraufhin war nix mehr mit „entspannt“ oder „verträumt“!!! Ich geriet mördermäßig in Wallung, einmal um den See schnellstmöglich trocken zu legen und zum zweiten heraus zu bekommen, warum wir demnächst im Haus diese hüfthohen Angler-Gummistiefel statt bequemer, unerotischer Hauspuschen tragen müssen. Lange Rede – kurzer Sinn… Es stellte sich heraus, dass unser Regenwasserkanal verstopft ist (also der in den das Fallrohr der Regenrinne mündet) und da wir auch einen Schacht direkt vor der Haustür haben (warum auch immer!!!), lief dieser bei starkem Regen wegen des Rückstaus blitzschnell voll Wasser. Tja und wenn er ganz voll war, lief er eben über … leider direkt ins Haus! Selbstverständlich hatten wir danach viele Gewitter mit noch mehr Niederschlag, so dass der Gatte und ich im Dauereinsatz waren. War echt Kacke und ließ uns sofort unruhig werden, sobald sich wieder dunkle Wolken am Horizont bildeten!!! Von „das-Haus-für-mehrere-Stunden-verlassen“ mal ganz zu schweigen. Erst gestern war der Kanal-Fritze da (hat sich mächtig Zeit gelassen, der Gute … und bestimmt kein Haussee-Problem) und der wird jetzt hoffentlich bald effektiv aktiv 😀 ! So, getz‘ abba weiter im Text…

Nach Fertigstellung meiner Tasche „giant cherry“ hatte ich immer noch 50 Gramm der roten Wolle und ein klitzekleines bisschen der creme-farbenen übrig. Und da ich auf dem „Ich-verbrauche-cool-mal-Restwolle“-Trip war, sollte eben dieser Rest auch noch weg. Für was kleines, hübsches …

Ich verreise sehr gerne. Und was ich als Frau natürlich immer dabei haben muss, ist mein Schmink-Arsenal. Man macht sich ja auch gerne mal ausgehfein 😉 ! Leider waren alle Schminktäschchen, die ich mir übrigens auch hin und wieder von unseren Reisen mitbringe (hier schließt sich ganz offensichtlich der Kreis 😉 ), immer zu klein. Nicht dass du glaubst ich schleppe geschätzte 12 Kilo Schminkzeugs mit mir rum, aber ich bevorzuge Schminkpinsel mit langem Stiel und benutze losen Gesichtspuder, der ja bekanntlich in einer deutlich dickeren Dose als der Kompaktpuder in den Handel gelangt. Und speziell diese beiden kleinen Helfer haben entweder listig herausgelugt oder passten, wie im zweiten Fall, erst gar nicht hinein. Und das hat mich eben genervt… ich hab‘ schon gern alles ordentlich beisammen 😉 ! Dementsprechend war der nächste Gedankengang nicht unbedingt eine intellektuelle Höchstleistung…

… ein auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes Schminktäschchen musste her …

Also habe ich erst einmal einen entsprechend großen Lappen gehäkelt…

WP_20170707_002

… und zwar einfach nur mit festen Maschen. Wenig spektakulär – dafür schön einfach 😀 ! Dieser Lappen soll dann in der Mitte gefaltet werden, sodass oben – sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite ein breiter, weißer Rand entsteht. Und da mir der krasse Übergang von rot zu weiß nicht so gefallen hat, hab‘ ich mal ein ganz einfaches, grünes Spitzenband gehäkelt und darauf genäht.

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Für dieses Band habe ich einfach eine genügend lange Luftmaschen-Kette angeschlagen und danach eine Reihe feste Maschen gehäkelt. Dann den Faden abschneiden und noch mal von dergleichen Seite loshäkeln. Diesmal im Wechsel eine feste Masche, vier Luftmaschen, eine feste Masche auslassen und solange wiederholen bis nix mehr geht, d.h. das Ende der Reihe erreicht ist. Fertig 😀 !

Du kannst dir vielleicht denken, dass ich den weißen Rand nicht ohne Hintergedanken fabriziert habe. Der ist natürlich nur Grundlage für eine Verzierung. Wie ich in einem meiner letzten Blogposts erwähnt habe, war ich völlig unvorbereitet einer Art Kirschwahn verfallen. Dementsprechend sollten da ursprünglich auch Kirschen drauf. Da aber mein nächstes Projekt nur so von Kirschen 🍒 wimmeln wird und ich dich und mich nicht langweilen möchte, habe ich mich für…

… Erdbeeren 🍓🍓🍓🍓🍓🍓🍓🍓…

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… entschieden. Crazy, oder 😉 ! Ich brauchte aber nicht nur eine, sondern genau acht Stück und …

WP_20170709_016

… die sind auch schon fertig.

Natürlich stellte sich am Anfang wieder die „Erdbeeren-schön-und-gut-aber-wie“-Frage, woraufhin ich mal wieder wie eine Geisteskranke im Netz recherchiert habe und auch diesmal fündig geworden bin. Wie immer habe ich, meinem Geschmack entsprechend, leicht abgewandelt bis ich zufrieden war. Falls dir diese Erdbeer-Applikation gefällt schau‘ einfach am Donnerstag noch einmal vorbei… dann stelle ich die Anleitung dafür ein 😀 !

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag 🍓🔅🍓!

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27. Juli 2017 – Kirsche häkeln

Wie bereits in meinem letzten Blogpost erwähnt, habe ich immer noch etwas Wolle übrig und werde daraus noch was Hübsches „basteln“. Aber bevor ich damit beginne, schließe ich meine Tasche „giant cherry“ 🍒 ab, indem ich die Anleitung des letzten Details abharke… Muss ja schließlich alles seine Ordnung haben 😉!

Damit meine ich die kleinen 3D-Kirschen…

WP_20170620_018

…die an den Seitenteilen baumeln:

Tasche Seite Logopng

Anleitung für eine kleine 3D-Kirsche

Abkürzungen:

fM = feste Masche

KM = Kettmasche

HLM = Hebeluftmasche

WLM = Wendeluftmasche

Stb = Stäbchen

Beginnen wir mit den Kirschen…

Runde 1: Du beginnst damit in einen Fadenring 6 fM zu häkeln und schließt danach den Ring mit einer KM

Runde 2: In jede Masche der Vorrunde häkelst du jetzt 2 fM => 12 fM, Runde mit einer KM schließen

Runde 3: 1 HLM, dann verdoppelst du nur jede 2. fM der Vorrunde => 18 fM, Runde mit einer KM schließen

Runde 4: 1 HLM, 18 fM häkeln

Runde 5: 1 HLM, 18 fM häkeln

Runde 6: 1 HLM, 18 fM häkeln, danach die Kirsche auf links drehen

Runde 7: 1 HLM, 1 fM und die nächsten beiden fM der Vorrunde zusammenhäkeln. Das ganze wiederholst du 6 mal => 12 fM, Runde mit einer KM schließen

Runde 8: genauso wie die Vorrunde arbeiten => 6 fM, Runde mit einer KM schließen.

Jetzt müssen die Kirschen nur noch prall gefüllt werden, entweder mit Watte oder Wollresten und wenn sie so richtig schön vollgestopft sind, werden sie oben zusammengezurrt und die Fäden vernäht.

Danach verbindest du die beiden Kirschen mit einer beliebig langen LM-Kette in der Farbe „grün“. Das werden nämlich die Stiele. Bleiben nur noch die Blätter…

Blätter häkeln:

Schritt 1: 7 LM + 1 WLM anschlagen

Schritt 2: In diese kleine LM-Kette häkelst du nacheinander 1 fM, 1/2 Stb, 3 Stb, 1/2 Stb, 1 fM und 1 WLM

Schritt 3: Die Rückreihe (in diesem Fall die andere Seite der gleichen LM-Kette) häkelst du genauso.

Bevor du die Fäden vernähst, bringst du die beiden Blätter an der „Stiel-LM-Kette“ an. Was dann noch an Fäden übrig bleibt, wird vernäht und F E R T I G sind die Kirschen 🍒🍒🍒!

Ich wünsche dir einen schönen, hoffentlich etwas sonnigeren Tag 🔅🍒🌷!

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18. Juli 2017 – Tasche „giant cherry“

Ich schicke meinem heutigen Blogpost mal entspannt voraus, dass es diesmal viele Bilder und wenig Text gibt. Alle „Erfolge“ bei der Fertigung dieser Tasche wurden, beginnend mit dem 20. Juni, bereits wortreich, alle „Niederlagen“ ebenso wortreich, allerdings mit leichter Tendenz zum Selbstmitleid 😉 , dokumentiert!

Zum allerersten mal habe ich mich an einer Handtasche versucht – wie immer ohne jede Vorlage oder Anleitung – und bin mit dem Ergebnis echt zufrieden 😀 ! Und da ist sie – meine Tasche „giant cherry“ 🍒:

Tasche auf Hocker

Eine mittelgroße, gehäkelte Handtasche mit relativ langem Schulterriemen (ich trage meine Taschen gerne quer über die Schultern und relativ lang herunterhängend).

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Der „Hingucker“ ist natürlich die große Kirsche auf der Taschenklappe, aber ich habe mir noch ein paar weitere Details einfallen lassen. Da wären zunächst einmal die kleinen frei baumelnden Kirschen, die ich auf die Befestigung des Trageriemens an den grstreiften Seitenteilen „montiert“ habe…

Tasche Seite Logopng

… und natürlich die beiden Schmetterlinge, die beim Tragen der Tasche oben auf der Schulter sitzen. Einmal in Großaufnahme…

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… und einmal ganz klein… Und weil sie so klein sind, zeige ich mal mit einem dicken Pfeil drauf 😉 ! Mit dem Finger soll man ja nicht 😉 !

Tasche Pfeil

Außerdem hat die Tasche einen richtigen Taschenboden, eine Verstärkung der Taschenklappe und ist komplett eingefüttert…

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…und zwar mit der H A N D, weil ich es mit der Nähmaschine nicht hingekriegt habe!

Solltest du an der kompletten Entstehungsgeschichte der Tasche interessiert sein, schau‘ die einfach meine Blogposts beginnend mit dem 20. Juni an 🙂 ! Hm, 20. Juni ist gar nicht so lange her – ging doch schneller als ich gedacht hätte 😉 !

Die Tasche ist fertig! Ich hab‘ immer noch Wolle übrig – da geht noch was 😉 !

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13. Juli 2017 – Schmetterling häkeln

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Der Vollständigkeit halber haue ich heute die Häkelanleitung für den Schmetterling raus 😉 ! Soviel schon einmal zu Beginn: Er ist nicht das Ergebnis einer nervigen „Versuch-Aufribbeln-Neuer-Versuch-Dauerschleife“, sondern die Anleitung dazu gab’s mal für „noppes“ bei talu . Natürlich habe ich wie immer hier und da etwas verändert, aber ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen einen Schmetterling so anzugehen. Da ich sie jetzt nicht mehr gefunden habe, stelle ich sie heute ein (also nicht die Original-Talu-Anleitung sondern mein „Derivat“ 😉  ).

Häkelanleitung Schmetterling

Abkürzungen:

fM = feste Masche

KM = Kettmasche

Stb = Stäbchen

Zunächst einmal musst du so eine Art Blume über 5 Runden häkeln und zwar wie folgt:

Runde 1: In einen Fadenring häkelst du mit der Farbe „weiß“ 3 LM (die ersetzen ein Stb), 1 Stb, 2 LM, 2 Stb, 2 LM und wiederholst diese „2 Stb – 2 LM“ – Geschichte so oft bis du insgesamt 8 Einheiten hast.

Runde 2: Jetzt häkelst du 3 LM (als Ersatz für ein Stb), 3 LM, und 2 Stb in den Luftmaschenbogen der Vorrunde, dann wieder 3 LM, 2Stb in den Luftmaschenbogen der Vorrunde. Das machst du solange bis du ganz rum bist und häkelst zum Abschluss eine KM in die 3. LM dieses anfänglichen Ersatzstäbchens.

Runde 3: Zu Beginn dieser Runde wird erst einmal die Farbe gewechselt. Soll ja schön bunt werden. Dann häkelst du wieder 3 LM als Ersatz für ein Stb und darauffolgend 2 Stb, 3 LM, 3 Stb in den Lustmaschenring der Vorrunde. Diese „3 Stb-3 LM-3Stb-Geschichte wird ebenfalls insgesamt 8 mal gehäkelt. Auch diese Runde wird mit 1 KM in die 3 LM des Rundenanfangs geschlossen.

Runde 4 : Und wieder die Farbe wechseln (oder auch nicht – muss ja nicht ganz so bunt werden). In dieser Runde werden einfach jeweils 12 Stb in den Luftmaschenbogen der Vorrunde gehäkelt. Auch hier insgesamt 8 mal.

Runde 5: Wieder in Farbe „weiß“ in jeden Maschenkopf der Vorrunde 1 fM häkeln.

Nachdem du die Fäden vernäht hast, sieht das Ganze dann so aus… wie ein Schmett… äh, eine Blume:

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Nee, also „Schmetterling“ wäre jetzt nicht meine allererste Assoziation 😉 ! Aber wenn du das Blümchen in der Mitte faltest, dann kommst du der Sache schon näher:

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Tipp: Wenn du wie ich die kräftigen Farben  mit „weiß“ umrandest wirken sie noch knalliger. Weiß hebt eben 😉 !!

So, jetzt fehlt nur noch der Körper. Ich habe ihn braun gemacht, weil Schmetterlinge in meiner Vorstellung einen braunen Körper haben.

Körper häkeln:

Der ist wirklich ganz einfach. Du häkelst 26 LM und arbeitest anschließend 5 fM in die vorletzte, die 25. LM. In die folgenden 5 LM wird je 1 KM gehäkelt. Damit ist der erste Fühler fertig. Jetzt schlägst du an dieser Stelle 7 neue LM an (für den 2. Fühler), die genauso abgearbeitet werden wie der erste. Wenn du wieder an der Ausgangsluftmaschenkette (dem eigentlichen Schmetterlingskörper) angekommen bist, häkelst du einfach in jede verbleibende LM eine fM. Abschließend musst du den Körper um die Mitte der zur Hälfte gefalteten Blume legen und festnähen – F E R T I G !!!

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Ich finde, dass das echt eine schöne Applikation ist, mit der man so manches aufpeppen kann.

Anmerkung: Wenn ich mir das hier nochmals durchlese, hört sich die Anleitung doch deutlich komplizierter an, als  sie in Wirklichkeit ist. Sollten also noch Fragen auftauchen, please don’t hesitate to contact me 😀 !!!

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit viel 🔅!

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11. Juli 2017 – Der Schultergurt…

…oder Trageriemen (oder wie immer das Teil auch heißen mag) meiner Tasche „giant cherry“  sollte im Gegensatz zum Korpus gestrickt sein. Also habe ich 20 Maschen der grünen Wolle angeschlagen und ein 1,30 Meter langes Band glatt rechts gestrickt. Wie jeder weiß, der schon einmal gestrickt hat, rollt sich ein solches Band an den Seiten ganz doof zusammen. Aus diesem Grund habe ich die beiden Ränder zusammengenäht und so eine Art Schlauch erhalten (der sich kein bisschen rollt 😀 !).

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In diesen Schlauch habe ich wieder ein „pupsnormales“ Schleifenband gegen das Längen eingezogen …

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…und gut sollte es sein! War´s aber nicht!!! Das Band rutschte hin und her (ist einfach zu glatt) und der gute Schultergurt selbst verzog sich immer wieder. Also musste ich den ganzen Käse der Länge nach an beiden Seiten absteppen. Da sich meine Nähmaschine aber konsequent weigerte diesen Part zu übernehmen, durfte ich 2,60 Meter mit der Hand absteppen. Das hatte ich mir auch ganz doll gewünscht 😉 ! Aber irgendwann war ich damit fertig und konnte den Riemen mit 5 cm Überlappung an die Seitenteile der Tasche nähen. Hab‘ ich auch getan…

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…konnte aber natürlich so nicht bleiben. Also habe ich kleine weiße Läppchen gehäkelt und darüber genäht.

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Besser 😀 !!! Da geht aber noch was 😀 ! Doch zunächst einmal musste ich was gegen den „Gähnfaktor“ des Schultergurts unternehmen. Und da habe ich mir das…

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…ausgedacht. Gar putzige, knallbunte Schmetterlinge – ganz bewusst farblich von der Tasche abgegrenzt. Sollen sie doch brav ins Auge springen 😉 ! Und diese kleinen Flattermänner habe ich auf den Schultergurt „montiert“ und zwar so, dass sie tatsächlich auf bzw. kurz unterhalb der Schulter sitzen. Und das sieht dann so aus…

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…und ist doch sweet, oder?

So, bald ist das Ding fertig! Nur noch ein Detail für’s Täschchen und abschließend einfüttern. Ich befürchte, dass ich da auch wieder sehr viel mit der Hand machen muss, weil sich meine alte Nähmaschine bestimmt wieder verweigern wird (das Miststück 😉 !!) Aber das Zusammennähen von relativ grober Häkelarbeit und Baumwoll-Futter ist tatsächlich ein bisschen problematisch – zumindest für uns beide – meine Maschine und mich 😉 !

Das war’s für heute – nächste Woche ist die Tasche fertig!

Ich wünsche dir einen schönen Tag 🌹🌼🌻🌷🔅!

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06. Juli 2017 – große Kirsche häkeln

So, heute werde ich mal die Häkelanleitung für die große Kirsche auf der Frontklappe meiner Handtasche „giant cherry“ einstellen. Sie besteht aus drei Teilen – der eigentlichen Kirsche, dem Blatt und dem Stiel.

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…und los geht’s 😀 !

Kirsche häkeln

WP_20170624_009 (2)

 

Abkürzungen:

fM = feste Masche

KM = Kettmasche

HLM = Hebeluftmasche

Stb = Stäbchen

DStb = Doppelstäbchen

 

Arbeitsanleitung:

  1. In einen Fadenring häkelst du 5 fM, ziehst diesen Ring dann leicht zusammen und schließt ihn mit einer KM.
  2. Du beginnst die nächste Runde mit einer HLM, verdoppelst dann jede der ursprünglichen 5 M => 10 M und schließt mit einer KM
  3. Wieder mit einer HLM beginnen und danach jede 2. fM verdoppeln => 15 M – Runde wieder mit einer KM schließen
  4. HLM, jede 3. fM verdoppeln => 20 M, 1KM
  5. HLM, jede 4. fM verdoppeln => 25 M, 1KM
  6. HLM, jede 5. fM verdoppeln => 30 M, 1KM (ist eine ziemlich verwirrende Zählerei 😵!)
  7. Danach 4 Runden über die 30 Maschen häkeln, dabei jede Runde mit einer HLM beginnen und einer KM beenden.

Zur Ausarbeitung wird die Kirsche mit Watte oder Wollresten ausgestopft. Damit sie richtig schön prall wird, musst du allerdings einen Boden einarbeiten. Auf der Suche nach dafür geeignetem Material bin ich über eine überflüssige Heftbox gestolpert. Das Plastik war weder zu dick noch zu dünn und jetzt hat diese Heftbox kreisrunde Löcher 😀 !

WP_20170622_003 (2)Ich habe die Plastikscheiben von hinten auf das Füllmaterial gelegt und dann alles ordentlich verzurrt 😉 ! Kurz bevor ich ganz fertig war, habe ich noch mal ordentlich Watte nachgelegt – bis echt nix mehr rein ging – und den Boden dann ganz verschlossen.

Nicht schön, aber hält und sieht eh keiner 😉 !

 

Stiel stricken

Der Stiel geht ganz einfach – dazu habe ich nur eine genügend lange „Wurst“ mit der „Liesl“ gestrickt!

Blatt häkeln

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Das Problem beim Häkeln des Blattes war, dass ich zwar eine genaue Vorstellung hatte, aber aufgrund meiner häkeltechnischen doch eher eingeschränkten Möglichkeiten nicht wusste, wie ich das in Maschen umsetzen sollte. Also habe ich wild recherchiert und bin schließlich auf crazypatterns fündig geworden. Nach kleineren Abwandlungen habe ich hier die Anleitung für dich:

  1. In einen Fadenring häkelst du nacheinander 5 LM, 6 DSt, 3 LM, 6 DSt, 5 LM und schließt das ganze mit einer KM. Nachdem du den Ring leicht zugezogen hast
  2. häkelst du 5 fM um die 5 LM der ersten Runde, 6 Stb in die 6 DStb, dann 3 DStb, 3 LM und 3 DStb in den Luftmaschenbogen der Vorrunde, 6 Stb in die 6 DStb und schließlich wieder 5 fM in die 5 LM. Auch die 2. Runde wird mit einer KM geschlossen.
  3. Du beginnst die 3. Runde mit einer HLM und setzt dann in jeden Maschenkopf eine fM. Dabei wird jede 4. Masche verdoppelt damit sich das Blatt zum Schluss nicht wellt. In den Luftmaschenbogen der Blattspitze häkelst du 1 fM, 3 LM und 1 fM. Nachdem du auch diese Runde mit einer KM abgeschlossen hast bist du…

…fertig 🏁 !!!

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Jetzt nur noch die Einzelteile auf dem gewünschten Untergrund zusammenfügen und festnähen. Fertig ist die „giant cherry“ 🍒 😃.

Verlinkt mit RUMS und HäkellineWP_20170628_003 (2)

04. Juli 2017 – Die Taschenklappe…

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Für die- oder denjenigen, der über creadienstag , hand made on tuesday , Dienstagsdinge oder maschenfein hier gelandet ist, erkläre ich im folgenden, wofür ich die Kirsche brauche.

 

…sollte cremeweiß werden – Korpus rot, Seitenteile rot-weiß gestreift – ergo Taschenklappe weiß! Während ich entspannt vor mich hin häkelte, machte ich mir Gedanken, wie ich denn die Taschenklappe verzieren sollte. Blümchen gehen bei mir eigentlich immer – könnten ja diesmal so richtig bunt sein! Aber Blümchen hatte ich nun wirklich en masse gehäkelt. Wäre nicht schlecht mich mal an etwas anderem zu probieren. Dann setzte folgender Gedankengang ein. Was ist den rot – so schön satt rot? Fliegenpilz, Marienkäfer (hatte ich gerade erst), Herz – nee, farblich zu eintönig! Was ist zum Henker kirschrot? Und dann setzte ich zu einer intellektuellen Höchstleistung an: Kirschrot sind… Kirschen 🍒!!! Nach dieser schier unglaublichen Erkenntnis setzte eine solche Ideenflut ein, dass es mich fast von der Couch gespült hätte 😉 !!! Nicht nur für die Tasche, sondern auf eine Vielzahl neuer Projekte bezogen. Da wird in Zukunft einiges auf dich zukommen – 🍒-technisch gesehen 😉 !

Aber eins nach dem anderen. Zunächst einmal musste die Taschenklappe fertiggestellt werden, und da ist sie…

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…halbrund und da sie sich immer schäbig eingerollt hat, musste ich sie hier noch auf ein Kissen spannen. Aber ich werde geeignete Maßnahmen ergreifen, um sie noch in Form zu zwingen 😀 !

Hier die entsprechende Häkelschrift:

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Danach habe ich die Taschenklappe mit dem Futter verstürzt und damit sie schön stabil wird, ebenfalls verstärkt. Dafür habe ich einen Halbkreis aus so einer Art Plastik-Heftbox herausgeschnippelt und zwischen Futter und Oberstoff geschoben. Jetzt rollt sich da gar nix mehr ein – wäre ja auch noch schöner gewesen 😉 !

Jetzt ging es an die Kirschen. Ich wollte nicht viele, kleine sondern nur eine einzige, richtig fette Kirsche schön mittig auf die Taschenklappe zimmern… und natürlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinen blassen Schimmer wie. Aber ich hatte einen Namen für das „Kind“ – „giant cherry“ 🍒 wird die Tasche fortan heißen. Keine Ahnung warum ich so eine Schwäche für Anglizismen habe, aber für mein Ohr hört sich „giant cherry“ klingender an, als „fette Kirsche“ 🙂 !

Ich brauchte dementsprechend halbrunde Kirschen, weil ich sie gerne ein bisschen plastisch hätte, große Blätter und natürlich den Stiel. Den würde ich wieder mit der Strickliesl anfertigen, das war schon mal klar aber für den Rest musste ich eine Menge recherchieren, ausprobieren und allem voran aufribbeln. Ich habe so viel geribbelt, dass selbst ich, die Tiefenentspannte, leichte Anflüge von ungehemmter Zerstörungswut verspürte 😉 !

Aber schließlich habe ich es doch hingekriegt – wäre doch gelacht gewesen 😀 !

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Ich habe gelernt, dass das Häkeln dieser 3-dimensionalen Körper „Amigurimi“ heißt und es gibt Menschen, die wirklich alles mit Hilfe dieser Häkeltechnik nachbilden können. Es bleibt mir ein völliges Rätsel, wie man dazu in der Lage ist, fehlt mir doch leider das Gen, das räumliches Denken ermöglicht 😉 !

Jetzt hatte ich also meine roten Halbkugel-Kirschen, die ich auch brav mit Watte ausstopfte, aber leider hatte ich keinen „Boden“ und aus diesem Grund wollten die kleinen Scheißerchen nicht richtig prall werden. Wer will denn bitte schön „schrömmelige“ Kirschen? Also hab‘ ich mir mal wieder was einfallen lassen. Noch mal her mit der bereits verstümmelten Heftbox und zwei Kreise ausgeschnitten. Jetzt hatte ich meinen Boden, den ich nur noch irgendwie befestigen musste!

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Es gibt zwar Schöneres, bedeutend Schöneres sogar, aber es erfüllt seinen Zweck und sieht doch sowieso keiner 😉 !

Jetzt musste ich meine Kirsch-Einzelteile nur noch auf die Taschenklappe nähen…

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…und zufrieden sein 😀 !

Aber natürlich war ich nicht zufrieden!!! Der Rand hat mir nicht gefallen. Also noch mal her mit der „Strickliesl“ und ein 90 cm langes Band fabrizieren. Dann die Klappe an den Taschenrücken nähen und die ganze Chose mit dem Band einfassen.

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Besser 😀 !!!

Und zusammen mit Korpus und Seitenteilen sieht’s so aus:

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Ja, jetzt sieht’s schon ordentlich nach „Tasche“ aus 😉 …

…und nächste Woche geht’s mit dem Schultergurt weiter. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solcher Trageriemen in der Regel recht langweilig daher kommt. Aber auch hierfür habe ich mir einen kleinen „eyecatcher“ einfallen lassen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche und bis bald 🍒 😀 🍒!

27. Juni 2017 – Das Taschenfutter…

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Für alle die über creadienstag , hand made on tuesday , Dienstagsdinge oder maschenfein auf meinen Blog aufmerksam wurden geht’s hier zu meinem Pullover „big dots“ oder ihr lest einfach weiter. Momentan arbeite ich an einer Handtasche.

 

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…besteht aus einem Baumwollgewebe und muss selbstverständlich genäht werden. Das Nähen ist nicht so meins – ich habe seit Jahrzehnten ein eher ambivalentes Verhältnis dazu. Und das kam so…

Ich bin Diplom-Ingenieurin der Textil-Technik (damals hieß das noch so!). Vor Beginn dieses Studiums musste ich zunächst einmal ein 3-monatiges Grundpraktikum in der Textil- oder Bekleidungsindustrie ableisten. Eine ortsansässige Bekleidungsfirma war schnell gefunden. Während des Vorstellungsgesprächs wurde mir in Aussicht gestellt, dass eben jenes Praktikum zusammen mit den Auszubildenden in der Lehrwerkstatt durchgeführt werden sollte. Cool 😎 – ich würde nähen lernen! Kann ich schließlich immer mal gebrauchen.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich also der Ausbilderin, einer Schneidermeisterin, vorgestellt. Grundgütiger, ich werde das nie vergessen!!! Sie hieß Fräulein Pille (eine bittere wie sich bald zeigen sollte :mrgreen: ), und war eine alleinstehende Mittvierzigerin mit sehr hellem Teint, tiefschwarz gefärbten Haaren und knallrot geschminkten Lippen. Sie erinnerte mich ein bisschen an ein etwas in die Jahre gekommenes Schneewittchen. Während des ganzen Gesprächs gönnte sie mir nur einen einzigen, giftigen Blick, der nichts Gutes erahnen ließ.

Mir wurde also ein Arbeitstisch zugewiesen und… das war’s!!! Ich wurde weder den anderen Azubis vorgestellt noch bekam ich eine irgendwie geartete Einweisung. Zugegeben, man braucht nicht zwangsweise ein abgeschlossenes Studium der Quantenphysik, um einen Industrienäher zu bedienen, aber ein paar erklärende Worte wären schon hilfreich gewesen. Ganz offensichtlich hatte mich Fräulein Pille vom ersten Augenblick an nicht unbedingt in ihr kleines, verschrumpeltes Herzchen geschlossen. Unfassbar, ich war 19 Jahre alt!

Da saß ich nun also vor dem Näher, mit ähnlicher Ratlosigkeit wie neulich vor der Overlock, und beäugte zurückhaltend die Maschine und meine Mitstreiter. Blieb mir also ganz offensichtlich nichts anderes übrig als mir das Nähen durch „trial and error“ und das Abgucken von den anderen selbst beizubringen. Zwei Wochen ging das so. Das einzige zu dem sich Fräulein Pille dann und wann herabließ, war, in ihrem immer schneeweißen Kittel einer Chefärztin gleich, kurz an meinem Arbeitsplatz vorbei zu rauschen, um mir eindrucksvoll zu verdeutlichen, wie jämmerlich meine Nähversuche seien. Nein, sie mochte mich definitiv nicht!

Um das an dieser Stelle mal ganz deutlich zu machen, ich war nicht die Einzige, die sie so unfreundlich und herablassend behandelte. Aus meiner heutigen Sicht, war sie die Personifizierung der Ungeliebten (manchmal entsprechen Klischees eben doch der Wahrheit 🙂 ) und schnauzte, bis ins Mark frustriert, einfach alle durch die Bank an. Alle… mit Ausnahme ihres Lieblings – der Klassiker eben! Was die ganze Sache nicht unbedingt erleichterte war die Tatsache, dass ich schon in jungen Jahren kein Mensch war, der Ungerechtigkeiten stillschweigend und klaglos hinnahm. Also wehrte ich mich verbal (obwohl ich ihr auch als sehr friedliebender Mensch lieber eine geknallt hätte 😉 ) und schloss fatalerweise die anderen in meine Verteidigungsplädoyers mit ein. Au Backe – schwerer Fehler! Denn nun stand ich nicht nur ganz alleine da, nein ich war in den Augen von Fräulein Pille innerhalb von kürzester Zeit zum Fleisch gewordenen Antichristen avanciert. Und jetzt war definitiv Schluss mit lustig! Schluss mit dem lächerlichen „vor-mich-hin-Nähen“! Schluss mit „vorlaut-sein“! Ich solle jetzt mal produktiver sein und so stellte sie mir einen Ständer mit Blazern (aus der Produktion!!!)nebst einem Haufen Futter hin. Ich starrte sie fassungslos an. War das jetzt ihr Ernst? Ich sollte die Blazer EINFÜTTERN? I C H 8-0 ??? – ein Näh-Anfänger, der in ihren Augen größte Dilettant unter Gottes Sonne! Weißt du wie schwierig das ist? Also um es mal vorweg zu nehmen, ich hab’s total verkackt… und weiß bis heute nicht wie man einen Blazer einfüttert 😉 !

Zeitgleich trug sich folgendes zu: Der Sommer meines Praktikums war ungewöhnlich heiß. Wochenlange Temperaturen um die 30 Grad ließen die Mitarbeiter stöhnen oder auch einfach gleich umfallen. Speziell, die an der Vlieseline-Presse – die fielen reihenweise um. Es fielen so viele um, bis keiner mehr übrig war.

Kurze Erklärung: Vlieseline ist, wie der Begriff schon vermuten lässt, ein einseitig mit Kleber versehenes Vlies, das zur Stabilisierung von zum Beispiel Kragen und Revers auf die linke Seite des Oberstoffs aufgebracht wird. Das geschieht mit großen Druck und der dafür notwendigen Hitze, die den Kleber verflüssigt und damit auf dem Gewebe fixiert.

An besagter Presse werden die zu verstärkenden Teile zusammen mit der Vlieseline auf ein kurzes Fließband gelegt, auf dem sie dann in die Maschine gelangen. Das hat zur Folge, dass ein solcher Arbeitstag auch bei normalen Temperaturen sehr heiß und extrem „stinkig“ ist. Du kannst dir sicher vorstellen, welche Dämpfe da träge durch die Gegend wabern, wenn der Kleber verflüssigt wird. Und dieser Umstand rief Fräulein Pille auf den Plan. Sie hatte von dem Problem an der Presse gehört und die passende Lösung in Form des „Näh-Vollpfostens“ direkt bei der Hand.

Und so kam es, dass ich die verbleibenden 2 1/2 Monate meines Praktikums, dank meines ganz offensichtlich äußerst stabilen Kreislaufs, an dieser Presse verbrachte. Jetzt stell‘ dir doch mal vor, ich hätte das nicht gemacht. Diese alles überragende Erfahrung Vlieseline deckungsgleich auf den Oberstoff zu klatschen… da hätte ich mein Studium ja gleich schmeißen können 😉 !

Jetzt kennst du den Grund dafür, warum das Nähen, trotz meiner Passion für’s Handarbeiten, von mir nur in Ausnahmefällen praktiziert wird. Aber vielleicht hat das Aufschreiben dieser kurzen Episode meiner Vergangenheit ja einen therapeutischen Wert 😉 und ich werde von dieser Sekunde an wie eine Verrückte nähen. Nö, wohl eher nicht 😀 !!! Aber das Schreiben an sich hat mir wie immer viel Spaß gemacht!

Zurück zum Futter…

Es ist rot-weiß gepunktet und hat dieselben Maße wie der Taschenkorpus (wäre ja auch blöd wenn nicht 😉 !). Nach meinem Sieg über die Overlock-Maschine sieht es so aus…

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Zum Fotografieren habe ich es verstürzt – eingenäht wird es natürlich von den anderen Seite. Und weil’s am Ende doch gut lief habe ich mich dazu hinreißen lassen auch noch ein kleines Seitentäschchen aufzunähen.

Der Taschenboden wird nach dem Einfüttern in die Tasche eingelegt. Er ist ebenfalls umfüttert…

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… kann aber bei Bedarf durch einen rückwärtig eingearbeiteten Schlitz entnommen werden. Ist aber eigentlich gar nicht nötig, denn er kann mit gewaschen werden.

Kleiner Tipp: Auf der Suche nach dem passenden Material für einen Taschenboden bin ich schließlich bei einem von diesen flexiblen Schneidebrettern gelandet. Die sind schön stabil und überleben sogar die Spülmaschine. Da kratzt sie ein mäßig temperiertes Bad in der Waschmaschine nicht im mindesten 🙂 .

Bevor ich das Taschenfutter jetzt aber einnähen kann, musste ich zunächst einmal die Seitenteile verstärken. Ich möchte nämlich nicht, dass die Seitenteile, an die ja der Trageriemen angebracht wird, bei Belastung längen.

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Du siehst hier die linke Seite des Seitenteils. Wenn später das Futter darüber kommt, wird dieses kleine Helferlein nicht mehr sichtbar sein. Das Band an sich ist ein stinknormales Schleifenband, das man in jedem Drogeriemarkt kaufen kann. Vor dem Einnähen habe ich mich davon überzeugt, dass es beim Waschen nicht ausblutet. Habe ich schon erwähnt, dass die Tasche maschinenwaschbar sein wird? Ist auch wichtig, denn die Taschenklappe wird cremeweiß und aus diesem Grund mit Sicherheit im Laufe der Zeit einschmutzen. Aber mit der Taschenklappe, dem eyecatcher dieses „Projekts“ beschäftige ich mich erst im nächsten Post…

Dann schau‘ doch einfach wieder rein 😀 ! Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit 🔆!

23. Juni 2017 – Die „Overlock“ und ich

Aber bevor ich dazu komme, reiche ich noch eben die Seitenteile der Tasche nach. Sie sind recht unspektakulär rot-weiß gestreift und unten, also am Taschenboden, breiter als oben.

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Da der Taschenhenkel – oder wie auch immer man das nennt – ca. 4 cm breit werden soll, hielt ich eine obere Seitenteil-Breite von 6 cm für sinnvoll, denn ich muss den Riemen ja irgendwo befestigen. Danach nähte ich die beiden Seitenteile ein…

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So weit – so gut! Dann dachte ich mir, es wäre hilfreich einfach mal irgendein Schleifenband an die Seitenteile zu zimmern, um zu sehen wie die Tasche sich beim Tragen verhält. Und was soll ich sagen: Es war absolute – und ich muss hier das Kind mal beim Namen nennen – K A C K E!!! Da das Seitenteil oben viel breiter ist als der zukünftige Schultergurt sein wird, hängt das gute Stück mehr als traurig an mir herunter. Ich könnte den Tragegurt ja auch deutlich breiter machen, aber dann sehe ich aus, als hätte ich mir ein Kofferband um den Körper geschnallt. Will ich auch nicht!!! Das wiederum bedeutet, dass ich den ganzen, bereits vernähten Käse wieder auftrennen muss – aaaaarrgh 😣!!! Dementsprechend muss ich mich jetzt erst mal selbst beatmen und die Tasche zu ihrer eigenen Sicherheit eine Weile beiseite legen…

Schließlich gibt’s ja noch ’nen Haufen anderer Arbeitsschritte! Wie wär’s denn zum Beispiel mit dem Taschenfutter? Ah ja, gute Idee 💡 !

Vor ca. einem halben Jahr habe ich mir bei Deutschlands wohl bekanntestem Discounter eine Overlock-Nähmaschine gekauft. Eine solche Maschine arbeitet im Gegensatz zu einer herkömmlichen Nähmaschine mit 4 Fäden  und ermöglicht sowohl das Versäubern der Ränder als auch das Nähen an sich in einem Schritt. Sie war wirklich günstig und, da sich die letzte verbleibende Maschine wohl gar nicht an den Mann bringen ließ, auch noch reduziert. Grundgütiger, mir blieb doch gar nichts anderes übrig als zuzuschlagen 😀 !

Wie dem auch sei – seitdem steht sie also rum (selbstverständlich vorschriftsmäßig abgedeckt!) und harrt geduldig der Dinge, die da kommen mögen. Aber jetzt ist die Zeit für ihren ersten Einsatz gekommen. Also schnappe ich mir die Bedienungsanleitung (die lese ich tatsächlich 🙂 ) und schaue mir das hübsche Maschinchen mal an. Ah ja, 4 Fäden, zwei Nadeln – eine leicht gebogen, eine gerade und ’ne Menge Mechanik. Da die Overlock bereits vom Hersteller eingefädelt wurde (Gott sei Dank!!!) soll ich laut Anweisung einen Probelauf machen, indem ich das Handrad (Nr. 9 der Explosionszeichnung) langsam zwei- oder dreimal zu mir hin drehe und überprüfe, ob sich die Fäden ziehen lassen. Ok, Handrad drehen… geht nicht!!! Die Fäden lassen sich nicht einen Millimeter ziehen. Mir wird warm! Ah, vielleicht anders herum? Geht auch nicht! WARUM DENN NICHT 😭???? Also, jetzt noch mal ganz vorsichtig, ohne Gewalt, drehen und gucken, warum der Mist nicht funktioniert. Ah, die linke Nadel setzt auf und kann gar nicht in den Nadelschacht eintreten. Sollte die vielleicht gar nicht so gebogen sein? Mal nachschauen – nein, soll sie ganz offensichtlich nicht. In der Zeichnung ist die Nadel gerade! Also Nadel auswechseln – meine Körpertemperatur steigt weiter an! Winzige Schräublein lösen und die Ersatznadel (erfreulicherweise im Lieferumfang enthalten) einsetzen. Fertig! Das Handrad lässt sich problemlos drehen! Nach Anweisung soll ich im nächsten Schritt den Stoff für einen Probelauf unter den Nähfuß (Nr. 22) legen, denselben senken und langsam nähen. Mach‘ ich, die Maschine näht leise vor sich hin surrend, die Nadeln fahren hurtig ins Gewebe… nur leider ohne einen einzigen Faden!!! Von vier wollen wir mal gar nicht träumen! Mittlerweile läuft mir der Schweiß, einem munter vor sich hinplätschernden Bächlein gleich, den verspannten Rücken herunter. Bei genauem Hinsehen – und ich sehe jetzt sehr genau hin – stelle ich fest, dass die Maschine nur teilweise eingefädelt ist und die Fäden auch noch total miteinander verzwirbelt sind. Weißt du, was das bedeutet? Ich muss anhand einer schwarz-weiß gedruckten Bedienungsanleitung vier Fäden auseinanderhalten, die kreuz und quer durch unzählige Ösen, Löcher und mit der Hand kaum zugänglichen Häkchen durch die tiefsten Eingeweide der Maschine gefädelt werden müssen. OMG – ich stehe kurz vor der Selbstentzündung! Jetzt hilft’s auch nix mit dem Hund durch die Gegend zu wanken, denn eine zündende Idee bringt mich hier kein bisschen weiter. Obwohl, wenn ich mal versuche das Ding mit dem Hammer einzufädeln… dann könnte ich zumindest anfangen langsam wieder runter zu kühlen, habe allerdings keine Overlock mehr sondern nur mehr Sperrmüll!

Aber jetzt war mein Ehrgeiz erwacht! Also her mit dem ebenfalls im Lieferumfang inbegriffenen, winzigen Pinzettchen, das ich, obwohl ich beileibe nicht zu den Grobmotorikern gehöre, kaum festhalten konnte. Wo ist diese beknackte Bedienungsanleitung? Ah da, los geht’s…

Was soll ich dir sagen, nach unzähligen Fehlversuchen, weil ich mal wieder eine Öse oder ein Mini-Häkchen übersehen hatte, habe ich es geschafft!!! Die Maschine läuft und macht eine astreine Overlock-Naht! Und ich bin ein bisschen stolz, lässt diese Aktion doch den Schluss zu, dass ich nicht komplett behämmert bin. Allerdings bleiben mir bis jetzt einige Dinge unerklärlich. Wie kann ein Faden, der n i c h t gerissen ist aus einem, in sich geschlossenen Loch, herausrutschen? Ein Fehler in der Matrix?

Rückblickend betrachtet, gehe ich davon aus, dass die Maschinen eigentlich komplett abverkauft waren, aber ein böser, böser, böser Kunde es vermurkst und das Teil dann einfach wieder umgetauscht hat. Und die liebe Petra läuft sehenden Auges in ihr – zugegebenermaßen zeitlich eng begrenztes – Unglück 😀 !!

So, das war’s für heute, hat mich doch das Aufschreiben dieser kleinen Episode wieder sooooo aufgewühlt 😉 ! Beim nächsten Mal gibt’s deutlich mehr zum Thema „Tasche“. Das Konzept steht nämlich!

Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit 💐🌻🌷!

20. Juni 2017 – So, dann wollen wir mal…

Aber bevor ich mit meinem neuen „Werkstück“ loslege, erlaube mir bitte ein paar persönliche Worte 🌼🌺🌹. Sollte dir so gar nicht danach sein, überspringe den nächsten Absatz einfach!

Mein Blog ist jetzt seit ungefähr einem halben Jahr online. Da ich das personifizierte Gegenteil des „digital native“ bin und das hier allein „zusammenfriemele“, hatte und habe ich manchmal ganz schön zu kämpfen. Und das obwohl immer wieder behauptet wird, diese Blog-Applikationen seien „pups-einfach“ und geradezu selbst erklärend. Mir erklärt sich da häufig eher wenig und schon gar nicht von selbst, so dass ich mich schon mehrfach gefühlte Stunden mit irgendwelchen stinklangweiligen Tutorials aufgehalten habe und mir wiederholt die Frage stellte: „Was mache ich hier eigentlich? Ich will handarbeiten, nicht irgendeinen Sch… lesen! 😡“ Hin und wieder habe ich dann das Gefühl nur noch zwei Optionen zu haben, die da wären entweder zu heulen (aber so richtig 😉!!!) oder meinem Notebook kostenlosen Flugunterricht zu erteilen (vorzugsweise durch’s geschlossene Fenster!). Da aber zu befürchten ist, dass das eher suboptimale Auswirkungen auf die Funktionalität des Notebooks u n d des Fensters haben könnte, lasse ich es lieber doch sein! Was ich dann tatsächlich mache, ist mir meinen Hund 🐕 zu schnappen und mit ihm durch Feld, Wald und Wiese zu rennen. Dabei bin ich dann so in Gedanken, dass neben mir ein mit Aliens vollgestopftes UFO landen könnte… ich würde es nicht bemerken! Eigentlich kehre ich fast jedes Mal mit einem neuen Ansatz heim und nicht selten funktioniert es auch. Auf diese Weise habe ich schon eine Menge dazu gelernt. Aber all‘ die Wut und Verzweiflung, die Tränen und der Schweiß (ich habe einen dezenten Hang zur Übertreibung!) sind vergessen, wenn sich Menschen, die mich gar nicht kennen, die Zeit nehmen meine Posts zu kommentieren oder mir sogar zu folgen. Das ist echt das Größte 😍 and makes my day!!! Aus diesem Grund möchte ich mich einmal  bei meinen Followern (oder sagt man „Followers“?), einem zugegebenermaßen überschaubaren Grüppchen 😀 , bedanken. Ich begrüße die neu dazu gestoßenen und grüße die „alten“ ❤-lich – ganz besonders den einen, der von Anfang an dabei ist und über dessen familiäre Weihnachtsgeschichte ich Tränen gelacht habe 😂! So, genug der Sentimentalitäten und back to business…

In meiner Patientenakte erwähne ich, dass mein kreatives Stricken mit Kinderpullovern begann, worauf ich angefragt wurde mal ein paar Bilder dieser Pullis zu posten. Da ich die Vergangenheit aber nicht mit der Gegenwart vermischen möchte, habe ich mich dazu entschlossen diese Teile so nach und nach auf Instagram zu posten. Wen’s also interessiert… einfach auf meinem Instagram-Account „strickwahn“ nachschauen.

Wie geht’s jetzt also weiter? Mit einer Tasche!!! Ist irgendwie schräg, denn ich trage eigentlich überhaupt keine Handtaschen. Den Hausschlüssel um den Hals, wie eine 10-Jährige und alles wichtige in den Hosen- oder Jackentaschen… so verlasse ich das Haus! Aber wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe, brauche ich noch meine Lesebrille (ich will ja zumindest so ungefähr wissen, was ich mir in den Einkaufskorb knalle 😀 ) und wenn ich ganz gut drauf bin auch noch mein Smartphone. Das reiße ich dann jedes Mal grob aus seiner „Küchentisch-Liege-Lethargie“, die nur dann unterbrochen wird, wenn ich mal wieder ein paar neue Fotos brauche. Ich telefoniere nicht gerne, „simse“ nur unter Zwang und „whatsappe“ selten ohne direkte Aufforderung! Außerdem bin ich ganz nebenbei nicht im Ansatz multitasking-fähig und shoppen finde ich auch doof! Ist alles in allem irgendwie unweiblich – aber solche wie mich muss es schließlich auch geben 😀 ! Aaaarrgh, ich schweife mal wieder ab!

Zurück zur Tasche… Die sollte weder zu groß noch zu klein sein und quer über die Schulter getragen werden können. Nichts ist für mich ätzender als eine Tasche, die ständig von der Schulter rutscht! Da sie gehäkelt (die Häkelei hat mir nämlich richtig Spaß gemacht!) wird, bekommt sie auch einen vernünftigen Taschenboden (soll ja in gefülltem Zustand nicht wie ein schlaffer Beutel aussehen 😀 ). Außerdem gibt’s eine Taschenklappe, die irgendwie verziert wird und ein Taschenfutter muss auch her! Die Wollreste, die ich in meinem letzten Post erwähnte sind rot (vier Knäule) und eins habe ich noch in cremeweiß. Daraus müsste sich doch was Schönes machen lassen.

Gehen wir also ins Detail…

Weder zu groß noch zu klein, bedeutet für mich ca. 30 cm breit und 20 cm hoch. Der Taschenboden wird 8 cm breit, so dass ich für den kompletten Korpus insgesamt einen Lappen von 50 cm (Vorderseite, Rückseite, Taschenboden) häkeln muss.

Anmerkung: Nee, is‘ klar: 20 + 20 + 8 = 50. Sind natürlich nur 48, aber ich brauche noch jeweils einen Zentimeter mehr Länge für die Biesen, die ich abgenäht habe (siehe unten).

Die von mir benutzte Wolle ist wieder eine 50/50 Baumwoll-Polyacryl-Mischung mit einer Lauflänge von 140m pro 50g. Mir einer Maschenprobe von 24 M / 10 cm muss ich 74 M plus 1 Wendeluftmasche angeschlagen. Das habe ich auch schon getan…

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Hier kannst du erkennen, dass ich rechts und links des Taschenbodens die erwähnten Biesen abgenäht habe, um zu gewährleisten, dass die Tasche einen besseren Stand hat. Im folgenden sieht man’s noch mal besser 😉 !

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Das wellenförmige Aussehen erzielst du dadurch, dass du beim Abhäkeln der festen Masche nur in das hintere Maschenglied einstichst. Der Griff wird kompakter als bei normalen festen Maschen (der Lappen soll ja möglichst „brettig“ werden, was irgendwie ein Widerspruch in sich ist 😉 ), verbraucht aber auch deutlich mehr Material.

Die Seitenteile werden rot-weiß gestreift. Aber dazu in Kürze mehr 😊!

Ich wünsche dir einen schönen sonnigen Tag 🔆 und hoffentlich bis ganz bald!

13. Juni 2017 – Marienkäfer häkeln

Der Marienkäfer, den ich für meinen Pullover sunny marguerites gehäkelt habe ist handwerklich ganz einfach, wenn auch ein bisschen aufwendig. Aber man braucht ja auch nur einen oder zwei, um was auch immer aufzupeppen!

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Hier also die Anleitung:

  1. Mit der Farbe „rot“ einen Fadenring anschlagen und in diesen Fadenring 6 feste Maschen häkeln. Den Ring mit einer Kettmasche schließen. Danach in jede dieser festen Maschen zwei weitere feste Maschen arbeiten, so dass du zum Schluss 12 feste Maschen hast und wieder mit einer Kettmasche schließen. Dann eine dritte Reihe häkeln => macht 24 Maschen. Auch die letzte Runde mit einer Kettmasche schließen und den Faden abschneiden.
  2. Mit der Farbe „schwarz“ genauso vorgehen, mit dem Unterschied, dass nur zwei Runden gehäkelt werden, was bedeutet, dass nach 12 festen Maschen Schluss ist 😉 .
  3. Danach den roten und den schwarzen Kreis überlappend zusammennähen. Ich hab‘ das so gemacht, dass der rote Kreis den schwarzen bis zur Fadenringmitte überlappt.
  4. Im nächsten Schritt wird einfach ein schwarzer Faden durch das mittige Loch des schwarzen Kreises gezogen und dem Durchmesser nach um den roten Kreis gespannt. Dieser Faden wird anschließend auf der Rückseite fixiert und bildet die Trennung der Flügel.
  5. Jeweils drei Knötchenstiche auf den rechten und den linken Flügel sticken.
  6. Im letzten Schritt die Fühler anbringen, indem du einfach ein paar Luftmaschen an den Kopf anhäkelst. Wahlweise könntest du auch mit Hilfe von zwei weißen Perlen Augen an den Kopf nähen. Aber beides geht nicht, denn sonst hätte das arme Tier seine Augen auf dem Hinterkopf 😉 !

Das war’s schon 😀 !

Kleiner Tipp zum Schluss: Wenn du die Fadenenden der Fühler nicht vernähst, kannst du den Marienkäfer damit gleich – wo auch immer – aufnähen.

Wie du auf dem folgenden Foto erkennen kannst, lass‘ ich den kleinen Kerl kurz oberhalb des rückwärtigen Saums meines Pullis sunny marguerites wohnen 😀 !

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Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass mein nächstes „Projekt“ – man höre und staune – k e i n Pullover werden wird. Ich werde mich mal meinen Wollresten widmen und daraus irgendwas zaubern. Wobei sich Wollreste immer irgendwie so „müllmäßig“ anhört. Dabei habe ich noch ganze Knäule einer Wolle, die ich erstens nicht mehr nachkaufen kann und zweitens für einen ganzen Pullover nicht im Ansatz reicht. Aber ich finde sie sehr schön und es wäre schade, wenn sie noch weiter ihr völlig unbeachtetes Dasein im Dunklen fristen müsste. Ist sie doch zu Größerem berufen 😉 !

Soviel für heute…

Ich wünsche dir einen schönen Tag ☼!

verlinkt mit: creadienstag , hand made on tuesday , Dienstagsdinge

08. Juni 2017 – „sunny marguerites“ ist fertig…

… Teil 2

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Für diejenigen, die über RUMS oder Häkelline auf meinen Blog aufmerksam wurden, geht’s hier weiter.

 

 

Vorgestern habe ich den fertigen Pulli gepostet und zwei Kleinigkeiten vergessen. Die möchte ich heute  heute noch ergänzen.

Wie bereits hier und da erwähnt 😉 hat dieser Sweater eine Kapuze mit Tunnelzug. Die Kordel dafür habe ich mit Hilfe einer „Strickliesl“ angefertigt. Da mir aber die Enden nicht gefielen, gelbe Kordel auf gelben Grund nicht unbedingt ins Auge springt (und das, wo ich doch so lange daran ‚rumgeklöppelt habe!!!) und ich sie nicht einfach nur verknoten wollte, habe ich einfach…

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… zwei Margeriten mit ihren linken Seiten aufeinandergelegt, die Kordel dazwischen gequetscht und festgenäht.

Als der Pulli fertig war und ich ihn mir, zugegebenermaßen mit Stolz geschwellter Brust, angeschaut habe, kam mir der Rücken ein bisschen fad vor.  Also hab‘ ich noch ein kleines Gimmick dazu gehäkelt.

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Der Marienkäfer wohnt jetzt kurz oberhalb des rückwärtigen Saumes. Allerdings wirkt er hier größer als er in Wirklichkeit ist.

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Da issa ja, der Kleine 😉 !

Ich wünsche dir einen schönen Tag 😀 !

06. Juni 2017 – „sunny marguerites“ ist fertig…

… 😀 😀 😀 , so dass ich nach 3 Monaten endlich die folgenden Fotos einstellen kann.

So sieht mein Raglan-Sweater „sunny marguerites“ von vorne aus…

sunny marguerites mit Logo

… so von hinten…

sm mit Sunnyt

… mit frisch geschorenem Hund und so von der Seite…

sm mit coco 3

… mit einer meiner Katzen 🙂 !

Obwohl die gestreiften Ärmel aus der Not heraus geboren wurden – ich hatte einfach zu wenig Wolle und keine Chance sie nachzukaufen – gefallen sie mir jetzt besser, als ein unifarbener Ärmel.

Breite Blockstreifen schön und gut… die beiden eyecatcher dieses Pullis sind aber zweifelsohne die Kapuze…

kapuze sm

… und die Bauchtasche.

bauchtasche sm

Um beides komplett mit Margeriten zu besetzen, habe ich gut 230 Stück davon gehäkelt und 1000 Fäden vernäht. Und damit meine ich nicht 1000, so wie kleine Kinder das sagen – „Das waren superviele – bestimmt 1000!“ – sondern tatsächlich knapp 1000 Fäden, die verschwinden mussten! Allein die Margeriten bedeuteten 920 mal einfädeln und formgebend vernähen. Du kannst den Pulli schön oder doof finden, von der handwerklichen Seite gibt’s da nix zu nölen! So, das musste mal gesagt werden 😉 !!!

Für mich ist es echt schön mit einem neuen Teil zu beginnen, eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, wie’s denn so werden soll, um dann im Laufe der Fertigstellung ein immer deutlicheres Bild vor Augen zu haben und dieses dann auch tatsächlich umsetzen zu können. Das läuft beileibe nicht immer glatt! Manchmal tun sich Probleme auf, an die ich im Vorfeld gar nicht gedacht habe. Umso besser, wenn es mir dann gelingt irgendeine Möglichkeit zu finden, die ursprüngliche Vorstellung schließlich doch in die Realität umzusetzen. Und mit jedem neuen Pullover entwickele ich neue Arbeitstechniken auf die ich später zurückgreifen kann! Das ist echt voll cool 😎 😉 !!!

Wenn du an der speziellen „Entstehungsgeschichte“ von „sunny marguerites“ interessiert bist, kannst du alles in meinen Posts von März 2017 bis heute nachlesen.

Abschließend sei mir noch der Hinweis gestattet, dass „Strickwahn“ jetzt auch auf „Instagram“ zu finden ist 🙂 !

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30. Mai 2017 – Die Kapuze…

… ist fertig 😀 😀 😀 !!!

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Grundgütiger war das eine Arbeit 😡 !!! Aber geschafft ist geschafft!

Die Fertigstellung hat ein bisschen auf sich warten lassen, weil der Gatte und ich noch ein „kleines“ Projekt dazwischen geschoben haben, nämlich ein ganz neues Beet im Garten anzulegen. Ich zeig‘ euch mal ein Bild:

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Dieses halbrunde Beet befindet sich nun direkt vor unserer Haustür, weil ich es ja soooooo reizvoll finde, aus dem Haus zu kommen und direkt auf ein Blumenbeet zu schauen. Sehr viele Blumen sind noch nicht zu sehen, aber ich habe nur blühende Stauden gepflanzt und die werden hoffentlich von Jahr zu Jahr schöner (aber auch nur falls die Schnecken sich erbarmen und den Pflänzchen eine Chance geben 😉 !).

Die Sache hatte leider nur einen Haken. Genau an dieser, meiner bevorzugten, Stelle war ein uralter, dicker Baumstumpf, der selbstverständlich erst einmal mit der Axt bearbeitet und dann ausgebuddelt werden musste. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich mir während des „auf-die-Wurzel-Einhackens“ anhören musste, dass der Gatte – sagen wir mal vorsichtig – nicht der Meinung ist, dass das Beet genau an dieser Stelle sein müsse 😉 !Weißt du wie hart Wurzelholz ist? Danach waren meine Unterarme und Handgelenke dermaßen hinüber, dass handarbeitstechnisch erst mal gar nix mehr lief!

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Und weil es uns beiden nach getaner Arbeit dann doch gut gefiel, hat sein bereits bestehendes kleines Schwesterchen auch noch ein weißes Kleidchen bekommen 😉 !

Aber ich schweife mal wieder ab. Zurück zu den gehäkelten Blümchen!

 

Wo war ich stehen geblieben? 163 Margeriten häkeln, ver- und schließlich aufnähen. Ich erwähne das Vernähen immer explizit, weil ich für diese, am Ende unsichtbare Arbeit, viele Stunden aufgewendet habe, denn direkt nach dem Häkeln sieht eine Margerite so aus:

WP_20170522_003Jeweils vier Fäden hängen traurig herunter, müssen verschwinden und dabei der Margerite ihre finale Form geben. Bei 163 Dingern bedeutet das 652 mal einfädeln, befestigen und schließlich vernähen. Das hört sich hier alles nach Jammern an, aber eigentlich bin ich nur ziemlich stolz, meinen ursprünglichen Plan tatsächlich umgesetzt und nicht geschwächelt zu haben 🙂 !

Für die im letzten Post bereits erwähnten kleinen, freien Flächen habe ich dann auch noch halbe Margeriten gehäkelt und draufgeklatscht…

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… sodass mir noch genügend Rand zum „In-den-Halsausschnitt-Einnähen“ bleibt.

Wie ursprünglich angedacht, hat die Kapuze einen Tunnelzug bekommen, für den ich die notwendigen Löcher bereits in die Kapuze eingestrickt hatte. Weil mir die aber zu unordentlich aussahen, habe ich sie noch umhäkelt.

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Getz is‘ besser 😉 !

Wie das Wort „Tunnelzug“ schon vermuten lässt, brauche ich irgendetwas mit dem ich den Tunnel auch tatsächlich zuziehen kann. Also her mit der Kordel, dem Band oder was auch immer. Da ich aus welchem Grund auch immer den Ehrgeiz habe alles selber zu machen, habe ich mir ein Teil besorgt, mit dem man angeblich ganz schnell ein gestricktes Band herstellen kann. Ich gehe da jetzt mal gar nicht näher darauf ein, weil es sich als „Totalflop“ herausgestellt hat. Da mein Garn 8-fädig und unverzwirnt ist, blieben einzelne Fäden immer unverstrickt, hingen entweder müde heraus oder verhedderten sich und führten dazu, dass das Band nicht weiter abstrickte und ich nur einen Riesenknubbel fabrizierte. Und da ich nur noch 25 Gramm der gelben Wolle übrig hatte, meine Fehlversuche also überschaubar bleiben mussten, griff ich zur guten alten „Strickliesl“. Ich weiß nicht, ob du so was noch kennst, aber das ist eine „Strickliesl“:

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Unter Zuhilfenahme einer Stricknadel kannst du ein rundes Band aus 4 Maschen stricken. Irgendwann kommt das fertige Band aus den unteren Öffnung heraus.

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Und so sieht das von oben aus:  Du erkennt die vier Maschen, die nach unten zum Band abgezogen werden. Ich weiß gar nicht, ob es so was heute noch gibt. Meine Strickliesl ist bestimmt 20 Jahre alt!

 

Jetzt heißt es die Kapuze in den Halsausschnitt einnähen, das Band fertigstellen und einziehen. Für die nicht so schönen Enden des Bandes muss ich mir auch noch was einfallen lassen.

Und zum Abschluss noch einmal das leidlich drapierte „Blumenmützchen“ 🙂 !

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Ich wünsche dir einen schönen Tag!

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16. Mai 2017 – Kapuze…

… die nach wie vor unvollendete!

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Anmerkung: Für diejenigen, die über creadienstag , hand made on tuesday , Dienstagsdinge , maschenfein oder Fannys Liebste auf meinen Blog aufmerksam wurden: Im Folgenden führe ich aus, was es mit den Margeriten auf sich hat.

 

Aber ich bin fleißig dabei die gehäkelten Margeriten aufzunähen. Nachdem die Zeige- und Mittelfinger meiner linken Hand wirklich völlig zerstochen sind, stelle ich mich mittlerweile nicht mehr ganz so dämlich an. Einmal hatte ich meinen Zeigefinger direkt neben dem Nagel sogar angenäht!!! Ging zwar nur durch die äußere Hautschicht, aber trotzdem… das muss man erst mal hinkriegen 😉 . Außerdem habe ich mir angewöhnt immer ein Tuch neben dem Handarbeitszeug liegen zu haben, das ich hektisch auf die Wunde presse, wenn ich mich mal wieder blutig gestochen habe. Ist ja doch eher so, dass ein blutverschmiertes Blumenmützchen eher was für ’nen Horrorstreifen als für einen Strickblog ist. Vielleicht bin ich aber auch Dornröschen und wusste das bis heute gar nicht? Wohl eher nicht!!! Dornröschen war mit Sicherheit blond, weil die Guten einfach immer blond sind… Natürlich mit Ausnahme von Schneewittchen… Aber wer will schon nur von Zwergen umgeben sein, giftige Sachen essen, in einem gläsernen Sarg liegen und sich beim „Tot-Sein“ anstarren lassen 😉 !! Ach herrje, ich schweife mal wieder ab!

Da die Kapuze, genau wie die Bauchtasche lückenlos mit den Margeriten besetzt werden soll, kann ich leider nicht einfach los legen und die Dinger mal so aus dem Handgelenk draufklatschen. Deswegen fixiere ich immer erst eine ganze Reihe Margeriten, beginnend an der Mittelnaht (soll ja schön symmetrisch werden), mit Stecknadeln und fange dann mit dem Aufnähen an. Erst den gelben Mittelpunkt befestigen und dann die sechs weißen Blütenblätter ringsherum anheften. Das sind schon ziemlich viele Stiche für nur eine Margerite, aber leider notwendig. Würde ich die Blumen am Rand nicht fixieren, würden sie sich nach der Wäsche total „zusammenkrumpeln“. Und das wiederum will ich ganz bestimmt nicht jedes Mal ausbügeln.

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Nachdem eine Reihe komplett aufgenäht wurde, setze ich darüber eine Markierung. Das ist echt wichtig, denn sonst wird das Ganze krumm und schief. Und krumm und schief will ich auch nicht 😉 !

Anmerkung: An dieser Stelle sollte ich mich mal kritisch mit der Frage auseinandersetzen, ob ich vielleicht ein klitzekleines bisschen perfektionistisch veranlagt bin! Und das in dem Bewusstsein, dass ich in einem Alter bin, das mich mittlerweile gelehrt haben sollte, dass Perfektionismus oft Hand in Hand mit Langeweile einhergeht. Aber was soll ich sagen: Ich kann nicht anders, auch auf die Gefahr hin, dass es ein bisschen öde ist 🙂 ! Vielleicht mache ich demnächst ja mal etwas, das ganz crazy durcheinander ist… wer weiß!

Hier ist das noch einmal besser zu sehen:

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Der rote Faden markiert die, die Margeriten begrenzende, Reihe und kann, nachdem er nicht mehr gebraucht wird, einfach herausgezogen werden.

Mittlerweile bin ich soweit:

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Ich hab‘ den ganzen Käse mal auf ein Handtuch gespannt, damit man die, noch aufgeklappte, Kapuze auch erkennt. Rollt sich ja alles immer so „schäbbich“ ein! Jetzt kannst du auch gut sehen, dass am unteres Rand der Tunnelzug entstehen wird. Dafür wird der Bereich unterhalb der ersten Markierung einfach nach innen eingeschlagen und festgenäht. Das heißt am Ende werden die Margeriten wirklich bis an den vordersten Rand der Kapuze heranreichen.

Von der linken Seite sieht’s übrigens auch ganz gut aus. Ist ja auch wichtig, da man das Innere der Kapuze wird sehen können.

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Ist zwar ein bisschen wellig, aber schließlich kleben auf der anderen Seite auch mehrere Dutzend Margeriten 😉 !

Und jetzt wird’s noch ein bisschen komplizierter, denn ich muss den noch verbleibenden Rest der Mittelnaht der Kapuze schließen bevor ich die nächste Reihe aufnähen kann. Konnte ich bis jetzt die Kapuze schön platt und aufgeklappt auf den Tisch legen um zu nähen, muss ich jetzt darauf achten, nicht durchzunähen. Niemand braucht eine Kapuze, die im Hinterkopf-Bereich zusammengenäht ist!

Selbstverständlich ergibt sich auch noch ein weiteres Problem. Ich klatsche ja eine Margerite direkt an die nächste. Das ist leider nicht ganz deckungsgleich mit der Form der Kapuze. Wie sollte es auch! Dementsprechend entstehen am Rand kleine Flächen auf die keine ganze Margerite mehr passt.

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Ich kann da aber auch nix überstehen lassen, weil die Kapuze ja mit diesem Rand in den Halsausschnitt des Pullis eingenäht wird. Mit überstehender Blume würde das aber viel zu dick werden. Entweder lass‘ ich das einfach so, oder ich versuch‘ mich mal im „Halbe-Margeriten-Häkeln“. Wär‘ doch gelacht wenn ich da nix hinkriege – sage ich jetzt noch 😉 !!! Mal schauen wie’s nächste Woche aussieht!

Und weil ich es so cool finde, hier noch einmal eine Nahaufnahme:

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Abschließend siehst du hier meine „Fertige-Margeriten-Aufbewahrungsdose“. Und wenn ich sie mal aufmache…

 

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siehst du… N I X!!! Nada, niente, rien, nothing… nur gähnende Leere, was bedeutet, dass ich wieder Margeriten „nachproduzieren“ muss. Knappe fünfzig Stück müssen’s noch mal werden. In diesem Sinne…

 

…wünsche ich dir eine schöne Woche. Das Wetter soll ja toll werden, was mich leider davon ausgehen lässt, dass ich bis zur nächsten Woche wenig Arbeitsfortschritt zu verzeichnen haben werde, denn erstens bin ich eine von diesen seltsamen, weil unbelehrbaren, Sonnenanbetern und zweitens werde ich mich wohl damit beschäftigen müssen, endlich mal ein paar Sommerblümchen zu pflanzen. Und da für mich auch im Garten mehr einfach besser ist, werde ich damit gut beschäftigt sein. Aber meine noch Ende April mit Schnee bedeckten Narzissen und Tulpen haben mich bis jetzt davon Abstand nehmen lassen.

Also nochmals eine schöne Zeit und hoffentlich bis ganz bald 🙂 !

09. Mai 2017 – Die Kapuze…

WP_20170506_002Anmerkung: Für diejenigen, die über creadienstag  hand made on tuesday und Dienstagsdinge auf meinen Blog aufmerksam wurden und wissen wollen, wofür ich um Himmels Willen so einen Haufen gehäkelte Margeriten brauche…  Hier und im heutigen Post findet ihr die Antwort!

 

…für meinen Pullover „sunny marguerites“ ist in Arbeit. Ja, ganz recht… obwohl ich einige Zeit nix gepostet habe, erfreue ich mich bester Gesundheit und bin ich noch dabei 😉 ! Aber ich war in letzter Zeit viel unterwegs – deshalb bin ich noch nicht so weit wie ich es mir wünschen würde. Außerdem empfinde ich einen Post á la „Ich habe wieder 3 Margeriten fertig gehäkelt!“ als nur bedingt spannend!

Selbstverständlich läuft es auch erstens mal wieder anders und zweitens als man denkt! Wieso? Nun, ich ging die ganze Zeit davon aus, dass ich die bereits von mir angefertigte Anleitung der Kapuze von dead end einfach auch für diesen Pulli verwenden könnte. Aus zwei Gründen geht das leider nicht. Erstens habe ich, nachdem ich „dead end“ bereits mehrfach getragen habe, festgestellt, dass die Kapuze zu groß ist und somit ein klein wenig nach hinten zieht. Und zweitens würde sie mit den zusätzlich 180 aufgenähten Margeriten zu schwer und zu brettig werden. Also habe ich mich dazu entschlossen, das dünnste, noch mit meiner Maschine bearbeitbare, Garn zu verwenden.

Anmerkung: Du wunderst dich vielleicht, warum ich ein und dasselbe Garn in verschiedenen Lauflängen habe, aber es gibt die Möglichkeit bei meinem Garnlieferanten Wolle gleicher Qualität in unterschiedlichen Stärken zu ordern und so kann ich – wenn nötig – ein bisschen mit den Garnstärken jonglieren.

Das impliziert aber leider, dass ich die Kapuze noch einmal komplett neu berechnen musste. Hier also das Ergebnis:

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Ich bitte das leicht wellige Aussehen zu entschuldigen, aber einer meiner Kater hielt es für eine ausgezeichnete Idee, nach Abschluss seines morgendlichen Rundgangs mit klatschnassen Pfoten noch ein paar weitere äußerst selbstbewusste Schritte über meine gerade fertiggestellte Strickanleitung zu wagen. Ich gehe mal davon aus, dass mein „Hast du sie noch alle??? Runter da!!!“ bis zu dir zu hören war 😉 !

Und gestrickt sieht sie dann so aus:

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Die Kapuze wird einen Tunnelzug bekommen. Der wird dadurch entstehen, dass ich den linken Rand nach innen einschlagen und festnähen werde. Zusätzlich habe ich am rechten und linken Rand je ein Loch eingestrickt durch die ich später – sehr viel später 🙄 – die Kordel werde ziehen können. Diese Kordel mache ich im Übrigen auch selbst… ich weiß nur noch nicht genau wie 🙂 !

Wie die Bauchtasche wird auch die Kapuze von mir komplett mit Margeriten besetzt werden, was bedeutet, dass ich insgesamt ungefähr 230 dieser kleinen „Scheißerchen“ häkeln muss. 185 sind bereits fertig. Und mit fertig meine ich gehäkelt, vernäht und gewaschen. Und mit vernäht meine ich wiederum – nur für die bis heute fertiggestellten Margeriten – 740 Fadenenden verschwinden lassen. 7 4 0 – ich hab‘ se echt nich‘ mehr alle 😯 !

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Jetzt heißt es: „Margeriten auf die Kapuze nähen“!!! Das gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen… das per-Hand-Aufnähen meine ich. Aber da muss ich jetzt durch! Klar ist schon jetzt, dass ich dafür sehr viel Zeit brauchen werde, denn – wer hätte es gedacht – ich mache es nicht gerne, weil ich es nicht gut kann 😐 !

Trotzdem oder gerade deswegen wünsche ich dir einen schönen Tag!

20. April 2017 – Der Raglanärmel

Henkeltasche mit Logo

Für diejenigen, die über Fannys Liebste oder Linkparty froh und kreativ

auf mich aufmerksam geworden sind, geht’s hier und hier zur Anleitung für den Smartphone Bumper 🙂 !

 

Nachdem die Bauchtasche nun endlich fertig ist und ich ein klein bisschen Angst vor der Kapuze habe 😥 , habe ich mich erst einmal den Ärmeln gewidmet… den Raglanärmeln.

Anmerkung: Wusstest du eigentlich, dass der Raglanschnitt von einem Schneider des Generalfeldmarschalls Lord Raglan (1788 – 1855) erfunden wurde. Eben jener Lord wurde mehrfach an der Schulter verletzt, verlor in der Schlacht bei Waterloo sogar einen Arm und gab, nachdem er von der Front zurückgekehrt war, seinem Schneider den Auftrag einen Mantel zu kreieren, dessen Nähte ihn nicht an der Schulter drückten. So entstand, der bis heute beliebte Schnitt, bei dem die Ärmel mit Hilfe einer Naht von der Schulter bis zur Achsel eingesetzt werden. Der Raglan-Schnitt wurde daraufhin nach seinem Auftraggeber benannt und nicht nach dem, heute völlig unbekannten, Schneider. Also ich finde das ja ein bisschen ungerecht 😉 !

Wie bereits erwähnt reichte die gelbe Wolle nicht aus, um die kompletten Ärmel zu stricken. Da die Bauchtasche und die Kapuze schon üppig genug werden, bin ich der schon fast manischen Wollknappheit mit Streifen zu Leibe gerückt und zwar mit relativ breiten Blockstreifen in gelb und naturweiß.

Die Strickvorlage von dead end konnte ich mit ein paar kleinen Änderungen übernehmen. Da mir der Ärmel nach dem Tragen ein bisschen zu weit erscheint, habe ich den Schnitt eben ein klein wenig schmaler und auch kürzer gemacht (rot gilt 😉 !).

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Das Einzige, das ich dann noch festlegen musste, war die Breite der Streifen. Da ich wollte, dass die Ärmel mit gelb beginnen und auch enden und mir die genaue Reihenzahl bekannt war, sieht das Ergebnis nun so aus – ein 27 Reihen breiter Blockstreifen:

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… und die mehrfach erwähnten Raglannähte sind auch schon fertig:

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Sieht seltsam kurvig und „lappig“ aus, das liegt aber daran, dass außer den Raglannähten noch keine weitere Naht geschlossen ist.

Das war’s für heute – hab‘ eine schöne Zeit 😀 !

Verlinkt mit: RUMS und maschenfein

18. April 2017 – Die Bauchtasche…

… ist geschafft 😀 !

Beim letzten Blogeintrag zu „sunny marguerites“ hatte ich die Bauchtasche fertig gestrickt, die Margeriten in ihrer Mitte befestigt und die Fäden vernäht. In letzter Zeit habe ich mich damit beschäftigt die Blümchen rundherum festzunähen. Und diesen Arbeitsschritt habe ich zeitlich vollkommen unterschätzt. Es hat ewig gedauert, aber die Blumen müssen festgenäht werden, da sie sonst nach der Wäsche…

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… so aussehen. Ich glaube man kann gut erkennen, dass die unteren drei Reihen im Gegensatz zu den oberen vier bereits festgenäht sind. Der Aufwand ist wirklich groß, aber wer will schon nach jeder Wäsche unzählige Häkelblumen zurecht zupfen und platt bügeln? Und wenn ich an die Kapuze denke, die ja auch komplett mit den Margeriten besetzt wird, bin ich mir sicher, dass ich mir den Pulli selbst zu Weihnachten schenken kann – zu Weihnachten 2019 wohlbemerkt 😯 !

Als ich endlich fertig war (Nähen gehört N I C H T zu meinen Lieblingshandarbeiten!) habe ich die obere Strickreihe wieder auf die Nadel genommen…

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… und die Maschen dann einzeln mit Hilfe eine Häkelnadel auf die linke Seite durchgezogen.

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Dann brauchte ich sie nur noch abketten und habe damit am oberen Ende der Bauchtasche keine Naht. Abschließend noch das untere Drittel rechts und links festnähen… F E R T I G 🙂 !

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Und weiter geht’s mit den Ärmeln…

Ich wünsche euch einen schönen Tag 😀 !

Und ab damit zu: creadienstag  hand made on tuesday und Dienstagsdinge

13. April 2017 – Smartphone-Hülle…

… 2. Teil

Teil 1 findet ihr hier 🙂 !

So, wo war ich stehengeblieben? Ah ja, die Smartphone-Hülle war soweit fertig, das ganze „Projekt“ aber noch nicht abgeschlossen.

7. Arbeitsschritt: Henkel häkeln

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Dafür habe ich an der linken Seitennaht eine Luftmaschenkette angebracht und danach jeweils rechts und links eine Reihe feste Maschen in eben diese Luftmaschenkette gehäkelt. Danach konnte ich auch die rechte Seite des entstandenen Henkels festnähen. Anschließend habe ich „frei Schnauze“ eine Art Ranke in „maigrün“ appliziert.

8. Arbeitsschritt: Wo eine Ranke… da auch Blümchen 🙂 !

Henkeltasche mit Logo

Diese winzig kleinen Dinger habe ich mit nur 2 Fäden des ursprünglich 5-fädigen Garns und mit Nadelstärke 2 gehäkelt. Gott sei Dank brauchte ich davon nur drei Stück, denn das war sehr „friemelig“, da ich praktisch nur einen Hauch von Nichts zwischen den Fingern hatte! Und an irgendetwas sollte man sich schon festhalten können 😉 !

Anleitung für winzig, winzig kleine Blümchen, die man eigentlich nie braucht: Für diese Blümchen habe ich 5 feste Maschen in einen Fadenring und danach in jede dieser festen Maschen eine Kettmasche, zwei Luftmaschen, ein Stäbchen, wieder zwei Luftmaschen und eine abschließende Kettmasche gehäkelt.

Leidlich interessant ;-)… Und wofür brauche ich jetzt diesen Henkel???

Beim Häkeln der vorderen Lasche habe ich ein Loch eingearbeitet…

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… und durch dieses Loch passt genau der Stecker des Ladekabels, damit man das…

Tasche Kabel Logo

…damit machen kann 🙂 !

Um das Smartphone zu laden, muss man es weder aus seiner Hülle nehmen, noch braucht man eine Ablagemöglichkeit! Ich finde das praktisch 🙂 !!!

Et voila! Das ist also mein Beitrag zum Häkelwettbewerb und jetzt geht’s wieder weiter mit „sunny marguerites“.

Ich wünsche euch schöne Osterfeiertage!

Verlinkt mit: RUMS und Häkelline

11. April 2017 – Häkel-Wettbewerb

Der Stichtag für den Talu-Häkel-Wettbewerb nähert sich… und ich präsentiere euch heute meinen Beitrag:

Was also habe ich mir da zusammengeklöppelt?

1. Arbeitsschritt: Zuerst habe ich aus meiner Hauptfarbe „pink“ ein rechteckiges Läppchen gehäkelt.

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Ich weiß – wenig spektakulär, aber alles muss ja einen Anfang haben. Da ich keine Häkelvirtuosin bin, habe ich mich einfach entschlossen immer eine Reihe Stäbchen und eine Reihe feste Maschen im Wechsel zu häkeln. Das hat keinen besonderen Grund – mir gefiel nur das Maschenbild besser und ich glaube bemerkt zu haben, dass das Läppchen so weniger längselatisch ist.

2. Arbeitsschritt: Zusammennähen…

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… und zwar an den Längsseiten, sodass ein kleines, oben geöffnetes, Beutelchen entsteht.

3. Arbeitsschritt: Lasche anhäkeln

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Mit der zweiten Farbe „beige“ habe ich danach eine sich nach unten verjüngende Lasche angehäkelt. Dabei habe ich nur feste Maschen gearbeitet, weil ich wollte, dass die Lasche möglichst „brettig“ wird. Aber gefallen hat mir das Ganze nicht. Deswegen habe ich im…

4. Arbeitsschritt: … den Laschenrand mit Mausezähnchen umhäkelt.

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Besser 🙂 !!!

Da meine Topflappen-Zeit gefühlte Äonen zurückliegt, hatte ich echt keine Ahnung mehr, wie „Mausezähnchen“ gehäkelt werden. Ich erinnere mich jetzt wieder daran, dass meine Topflappen immer dreieckig wurden und ich dafür eine „5“ verpasst bekam und weiß noch wie ungerecht ich das fand, da ich mir – für meine „Textiles-Gestalten-Verhältnisse“ wirklich Mühe gegeben hatte. Damals war mir unerklärlich warum nur meine „Schöpfungen“ diese, für Topflappen zugegebenermaßen ausgesprochen unpraktische, Form hatten. Jetzt – so viele Jahre später – fiel mir beim Häkeln des Beutelchens auf, dass sich die Randmaschen ein bisschen nach innen eindrehen und ich sie so damals schlicht übersehen habe. Ist schon witzig, dass mir das erst nach Jahrzehnten auffällt – aber wie gesagt, ich häkele sonst nichts „reihiges“!

Für alle diejenigen, die auch nicht mehr wissen wie „Mausezähnchen“ gehen, hier die wirklich simple Anleitung:

Anleitung für Mausezähnchen: Zuerst wird eine feste Masche in die erste Randmasche, dann 3 Luftmaschen und abschließend eine feste Masche in die erste dieser drei Luftmaschen gehäkelt – eine Randmasche überspringen und das Ganze so lange wiederholen, bis der komplette Rand umhäkelt ist – fertig!

Ist bis hierhin ja alles ganz nett… aber frühlingshaft ist irgendwie anders! Blümchen sind frühlingshaft!!! Also habe ich Blümchen gehäkelt. Dafür musste ich das Garn wieder spleißen, da die Dinger sonst viel zu „klobig“ geworden wären.

5. Arbeitsschritt: Blümchen häkeln

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Die Anleitung für die Blümchen findet ihr hier .

6. Arbeitsschritt: Blümchen aufnähen

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Vor dem Anbringen der Blumen, habe ich die Lasche erst noch mit einem Druckknopf am Beutel befestigt. Das anschließende Aufnähen der Blümchen war echt der Horror. Ich hatte die grandiose Idee transparentes Nähgarn zu verwenden, damit man beim Öffnen der Täschchens nicht die Nähfäden auf der linken Seite der Lasche sehen kann. Hab‘ ich auch gemacht – ganz sicher nur dieses eine Mal!!! Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass man gewisse Eigenschaften mitbringen muss, um damit arbeiten zu können. So sollte man die 25 noch nicht überschritten haben, am besten auch schon „übersichtig“, d. h. mit mehr als 100 % Sehfähigkeit, das Licht der Welt erblickt haben oder ein Adler sein. Ich bin mir sicher, dass Adler – wenn sie davon wüssten – deutlich mehr handarbeiten würden 😉 ! Da ich aber nicht eines dieser Merkmale in die Waagschale werfen kann, bin ich nur knapp an einem irreversiblen und äußerst unvorteilhaften Augenvorfall vorbeigeschrammt. Will heißen, ich habe den Faden schlicht nicht gesehen. Um einen Knoten ins Fadenende zu bekommen, musste ich zunächst einmal meine Brille aufsetzen, mich direkt ins Tageslicht stellen und habe trotzdem noch eine halbe Ewigkeit gebraucht um besagten Knoten hinzukriegen. Dementsprechend hat es wirklich sehr, sehr lange gedauert bis ich die Blümchen endlich auf der Lasche hatte. Aber man sieht tatsächlich nichts!

Ich denke mal, dass jetzt wirklich jedem klar ist, um was es sich bei diesem Täschchen handelt. Es ist ein Smartphone-Bumper! Aber fertig ist er noch nicht, denn er kann ein bisschen mehr, als das Smartphone nur zu schützen. Aber davon mehr am Donnerstag :-)…

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag 🙂 !

Verlinkt mit:  creadienstag  hand made on tuesday und Dienstagsdinge

23. März 2017 – dreifarbiges Blümchen häkeln

Wie ich ja bereits am Dienstag erwähnte, nehme ich an dem Häkelwettbewerb von talu.de teil. Daran kann übrigens jeder teilnehmen, der häkeln kann und einen eigenen Blog hat. Mir waren die Farben „pink“ und „beige“, mit dem Hinweis etwas „Frühlingshaftes“ daraus zu fertigen, zugeteilt worden. Nun… ich persönlich verbinde die Farbe „beige“ nicht mit dem Frühling. Aber da es möglich ist, das „Werkstück“auch mit eigenen Materialien zu ergänzen, habe ich das auch getan. Und da für mich „maigrün“ DIE Farbe des Lenzes ist, und ich von big dots noch etwas übrig hatte, war ich mal so frei meine Farbpalette von zwei auf vier aufzustocken.

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So…  getz‘ is‘ frühlingshaft 😉 !!!

Ich hab‘ auch schon das eine oder andere ausprobiert und bin zur Abwechslung mal wieder leicht angespannt, ob ich auch mit der Wolle auskomme 😉 ! Da ich ja sonst eher die Strickerin bin, war mir gar nicht mehr bewusst, wieviel Material das Häkeln verschlingt!

Ein Ergebnis meines „Ausprobierens“ werde ich jetzt schon mal einstellen:

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Und so geht’s:

Häkelanleitung für ein 3-farbiges Blümchen

  1. Reihe: Zuerst müsst ihr einen Fadenring bilden und diesen mit einer Luftmasche schließen. In diesen Fadenring werden danach 5 feste Maschen gehäkelt. Den Fadenring leicht zusammenziehen, mit einer Kettmasche in die 1. feste Masche schließen und danach stramm ziehen.
  2. Reihe: In jede der 5 festen Maschen zwei feste Maschen häkeln, so dass ihr zum Schluss 10 feste Maschen habt. Auch diese Reihe wieder mit einer Kettmasche in die erste feste Masche beenden.
  3. Reihe: Mit der zweiten Farbe für die Blütenblätter weiterarbeiten, die auf jeweils 2 festen Maschen der vorherigen Reihe basieren. In den vorderen Teil der 1. festen Masche häkelt ihr zuerst eine Kettmasche, dann 2 Luftmaschen, ein halbes Doppelstäbchen und schließlich ein Doppelstäbchen – in den vorderen Teil der 2. festen Masche genau umgekehrt zuerst ein Doppelstäbchen, gefolgt von einem halben Doppelstäbchen, 2 Luftmaschen und einer Kettmasche. Das Ganze wird 5 mal wiederholt.
  4. Reihe: Eigentlich kann man hier nicht von einer neuen Reihe sprechen, denn ihr benutzt nun den hinteren Teil dergleichen festen Maschen und nehmt dafür die dritte Farbe. Es wird ganz genauso gearbeitet wie mit Farbe 2, nur dass ihr nicht mit der ersten festen Masche beginnt, sondern mit der zweiten. So erscheinen die Blütenblätter zum Schluss versetzt. Wer will sich schon die knibbelige Mühe machen – und das ist es – wenn die zweite Runde Blütenblätter komplett von der ersten verdeckt wird 😉 !

Anmerkung: Was meine ich eigentlich mit „vorderer“ und „hinterer Teil“ der festen Masche? Nun, wenn man von oben auf eine feste Masche schaut, so sieht sie für mich wie ein um 90° gedrehtes „V“ aus. Dementsprechend ist der vordere Teil der linke und der hintere der rechte Schenkel des „V’s“.

Wer möchte, dass die zum großen Teil verdeckte 4. Reihe weiter „hervorlugt“, häkelt einfach längere Blütenblätter indem er 3 Luftmaschen, ein halbes Dreifachstäbchen und ein Dreifachstäbchen raushaut. Jetzt lassen wir es aber mal krachen 🙂 !

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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21. März 2017 – kurze Unterbrechung…

…beim Stricken, Häkeln und (Ver)nähen von „sunny marguerites“! Es ist nicht etwa so, dass ich den Kaffee so auf habe, dass der halbfertige Pulli von mir unter den Kompost gemengt wurde, sondern es gibt einen anderen Grund, den ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten werde.

talu.de hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte an ihrem Häkelwettbewerb teilzunehmen. Man würde mir zwei Knäuel Wolle und eine passende Häkelnadel zuschicken, um mir zu ermöglichen, daraus etwas „Frühlingshaftes“ anzufertigen. Keine Frage, dass ich dazu Lust hatte und genau zwei Tage später lag das kleine Paket bereits vor der Tür.

Anmerkung: Jeder, der Spaß daran und einen Blog hat, kann übrigens daran teilnehmen. Alle Informationen zum DIY-Wettbewerb findest du unter talu.de/haekelideen . Schau doch einfach mal rein 🙂 !

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Wie ihr unschwer erkennen könnt, befanden sich darin jeweils ein Knäuel Baumwolle in „pink“ und „beige“. Außerdem die erwähnte Nadel und mehrere Knöpfe mit dem Hinweis, dass man zusätzlich auch eigene Materialien verwenden kann.

Für mich war in dem Moment, als ich das Paket öffnete klar, dass die pinkfarbene Wolle meine Hauptfarbe wird. „Beige“ ist zum einen nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe und zum anderen fallen mir zum Thema Frühling spontan andere ein. Aber macht nix – so ist eben die Vorgabe und das Leben kein Wunschkonzert! Dann setze ich das „beige“ eben nur als Akzent ein. Ich hab‘ schon eine Idee für etwas, dass die Welt nicht unbedingt braucht, das aber trotzdem schön ist. Zur Zeit taste ich mich an das „Werkstück“ heran… mit Maschen- und sonstigen Proben.

Also melde dich doch einfach auch an. Bis zum 15. April 2017 hast du Zeit, deine Idee online zu stellen. Anschließend werden drei Gewinner ausgelost.

Und wie schaut’s „Margeriten-technisch“ aus? Letzter Stand der Dinge war ja, dass die Bauchtasche gestrickt war und nun die Margeriten „draufgepflastert“ werden müssen. Das hab‘ ich auch in Angriff genommen. Also erst einmal alle Margeriten mit Stecknadeln an die Tasche heften und mit Hilfe der zwei nicht vernähten gelben Fäden festnähen. Das sah zwischenzeitlich so aus:

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Nachdem ich alle Fäden durchgezogen und hinten verknotet hatte, sah’s von vorne deutlich besser aus…

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…  aber … Grundgütiger …  von hinten!!!

Zu meinem großen Erstaunen musste ich feststellen, dass mein Pullover zu leben scheint, denn ihm war ein recht beeindruckendes, goldgelbes Fell gewachsen:

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Aber so bemerkenswert lebende Pullis aus sein mögen, für mich bedeutete es lediglich „Radikalschnitt ansetzen“ oder besser gesagt: 114 Fäden vernähen! Aber ich bin ja ein fleißiges Bienchen und habe das brav erledigt.

Besser:

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Da sieht man ganz nebenbei auch, dass die eigentlichen Tascheneingriffe bereits gesäumt sind.

Anmerkung: So manch einer wird sich jetzt fragen: „Warum tut die Trulla sich das an?“ Die Antwort ist ganz einfach: Es ist mir völlig egal was ich handarbeite, die Hauptsache ist für mich, dass ich etwas zu fummeln habe und mit großer, niemals abflauender Erwartungshaltung auf das Endergebnis hin arbeite. Und wenn alles immer so einfach wäre und damit schnell fertig, dann frage ich euch umgekehrt: „Wie viele Pullover braucht ein Mensch 😉 ?“

Aber wer denkt, dass das jetzt alles wäre, der sei darauf hingewiesen, dass so ein Pulli ja auch hier und da mal gewaschen werden muss. Nach dem Waschen sehen die Margeriten leider so aus:

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Krumpelige, bejammernswerte und, wie ich gerade bemerke, leicht unscharfe kleine Dinger, die eigentlich stark an Rührei erinnern!!! Das bedeutet, dass ich ausnahmslos ALLE Margeriten rund herum festnähen muss. Nur so kann ich gewährleisten, dass sie nach der Wäsche genauso aussehen wie vorher.

Aber damit habe ich noch nicht einmal angefangen, weil ich mich ja – wie bereits oben erwähnt – momentan mit etwas anderem beschäftige.

Ich wünsche euch wie immer einen schönen Tag (endlich sogar Frühlingstag 🙂 )!

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16. März 2017 – die Bauchtasche…

… ist gestrickt 🙂 !

Ich hab‘ jetzt echt mal im Netz nachgeguckt, um in Erfahrung zu bringen ob die „Bauchtasche“ auch wirklich so heißt. Für mich hört sich das nämlich nach etwas Hochentzündlichem an, dass sich im Bauchbereich des Körpers gebildet hat und das keiner will 😉 ! Aber ganz offensichtlich heißt eine solche Tasche tatsächlich so.

Wie bin ich also vorgegangen um die B A U C H T A S C H E ans Vorderteil zu klöppeln. Nun zunächst einmal habe ich die dafür nötigen Maschen aus dem Vorderteil aufgenommen. Es empfiehlt sich diese Maschenreihe vorher zu markieren, sonst sieht man nach kurzer Zeit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Glaubt mir nach zwei fummeligen und danach dezent schiefen Fehlversuchen, hatte ich die Nase voll und kam auf die Idee mit der Markierung:

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Dann habe ich 5 Zentimeter oberhalb des unteren Randes mit Hilfe einer Häkelnadel die mittleren 73 Maschen aufgenommen.

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Nachdem ich die Maschen einzeln aufgenommen habe, was ebenfalls echt friemelig war und ich mich dadurch zu der einen oder anderen Unmutsbekundung habe hinreißen lassen, habe ich sie auf eine Stricknadel übernommen und dann die Tasche nach meiner eigenen Strickanleitung gefertigt.

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Strickanleitung Bauchtasche

Was man hier sieht, ist die Tasche wie sie zum Schluss aussehen soll, also ohne jede Nahtzugabe. Also habe ich im unteren Drittel – da, wo die Tasche rechts und links auf’s Vorderteil genäht werden soll, beidseitig jeweils eine Masche mehr gestrickt und in den oberen zwei Dritteln – also dem eigentlichen Tascheneingriff – beidseitig jeweils 3 Maschen zugenommen. So hatte ich zum Beispiel in Reihe 50 nicht 81 Maschen auf der Nadel, sondern 87. Ich brauche diese 3 zusätzlichen Maschen nämlich, um den Tascheneingriff auch säumen zu können. Soll ja schließlich ordentlich aussehen 😉 ! Am oberen Ende habe ich noch eine zusätzliche Reihe gestrickt und dann mit dem „weiß-der-Himmel-wie er heißt“-Stich abgekettet. Wenn die Tasche ganz fertig ist, das heißt alle 57 Margeriten aufgenäht sind, kann ich die Maschen der letzten Reihe wieder aufnehmen, ähnlich wie bei der ersten Reihe durch die entsprechenden Maschen des Vorderteils ziehen und auf der linken Seite befestigen. So habe ich keine sichtbare Naht.

Lange rede – kurzer Sinn, das Ergebnis sieht so aus:

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Ich hab‘ mir auch die Mittelmasche der Tasche markiert, damit ich die Margeriten besser aufnähen kann. Soll schließlich ’ne recht symmetrische Angelegenheit werden und ungefähr so aussehen…

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… allerdings am Ende, wie bereits hier und da erwähnt, komplett mit Blüten zugekleistert sein 😉 !

So, das war’s von mir für heute – ich wünsche euch wie immer einen schönen Tag!

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14. März 2017 – zweifarbige Blumen häkeln…

… die 112te!!!

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112 Margeriten sind fertig… nicht nur fertig gehäkelt sondern auch schon vernäht!!! Lediglich die, die auf den Tascheneingriff appliziert werden sollen, haben noch unvernähte gelbe Fäden, da ich hoffe sie damit direkt auf der Tasche befestigen zu können. Wenn das klappt, spart mir das eine Menge Vernäharbeit – und wenn nicht, hau‘ ich die Dinger eben auch noch weg und nähe die Blümchen dann auf. Muss ich bei der Kapuze ja sowieso, weil man teilweise die linke Seite sehen kann und da will keiner – ich schon mal gar nicht – auf leuchtend gelb vernähte Fäden schauen.

Mit diesen 112 Margeriten habe ich ungefähr die Hälfte geschafft, will heißen ich werde so um die 200 brauchen. Klingt jetzt ein kleines bisschen frustrierend…aber ein Gutes hat die Sache auch: Das Zentrum des gelben Kreises wird von einem Fadenring gebildet. Obwohl ich diese Technik dem Luftmaschenring vorziehe, weil es einfach ordentlicher aussieht, hab‘ ich mir dabei immer ein wenig die Finger gebrochen. Diesmal umso schlimmer, da der Fadenring mit seinen 6 festen Maschen relativ klein ist. Nach über 100 Fadenringen, bringt mich jetzt allerdings nichts mehr aus der Ruhe: Ich bin zur Königin der Fadenringe avanciert 🙂 !! Außerdem bin ich mir fast sicher, dass, wenn man mich zur Zeit mitten in der Nacht aus meiner erholsamsten Tiefschlafphase zerren würde, ich beständig irgendwas wie: „eins, zwei Luftmaschen, ein halbes Doppelstäbchen, ein Doppelstäbchen…“ brabbeln würde 😉 !

Selbstverständlich bahnt sich auch wieder ein Problem an. Und zwar – wie sollte es auch anders sein – ein „die-Wolle-reicht-nicht-Problem“. Ist bei mir ja nix Neues! Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass das für mich im Vorfeld echt nicht absehbar war.

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Wenn ihr euch mal so eine Margeriten-Mitte anschaut, dann fällt auf, dass die Vernähfäden praktisch genau so lang sind, wie das Material, dass ich für den eigentlichen Häkelring gebraucht habe. Ich habe halt unheimlich viel Verschnitt und das hatte ich schlicht nicht auf dem Schirm. Da die gelbe Wolle aber mindestens 10 Jahre alt sein muss, kann ich mir die Chance sie nachkaufen zu können von der Backe putzen. Also ab ins Wollgeschäft und nachschauen, ob es irgendein Baumwollgarn im gleichen Farbton gibt. Und ich bin fündig geworden:

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Ich glaube, dass das so ein Garn ist aus dem man kleine Decken häkelt. Und das Ganze mit Häkelnadeln im Nanometer-Bereich, die einen so kleinen Haken haben, dass er mit dem menschlichen Auge praktisch nicht mehr zu erkennen ist 😉 !

Fassen wir also zusammen: Das neue Garn ist viel zu dünn und zusätzlich auch noch merzerisiert, d. h. es glänzt sehr stark und wirkt dadurch glatter. Aber, und das ist die Hauptsache, die Farbe stimmt. Wenn ich nun den ursprünglichen Faden nicht mehr in 2 mal 2, sondern in 4 mal 1 Faden aufdrösele und das neue Garn zweifädig dazu nehme, schaffe ich die doppelte Menge und den Unterschied wird kein Mensch sehen können. Das Glänzende wird durch den einen Faden der „Urwolle“ abgemildert und fertig ist die Kiste! Der Grund aus dem ich das so detailliert aufführe, ist einfach der, euch zu zeigen, dass es immer eine Lösung gibt. Und das nicht nur bei Garnmengen-Problemen… Aber jetzt um Gottes Willen nicht philosophisch werden!

Ich werde jetzt mal ein schöpferisches „Margeriten-Päuschen“ einlegen, da ich sonst Gefahr laufe irreversible nervöse Störungen zu erleiden. Also widme ich mich nun anderen Dingen – gibt ja noch genug zu tun 😉 . Da wäre zum Beispiel die Bauchtasche:

Wenn ihr euch noch einmal das Bild mit den vielen Margeriten anschaut, dann sind die oberhalb des roten Fadens bereits gewaschen. Das musste ich machen, damit ich die Bauchtasche richtig berechnen kann. Sie soll ja komplett mit Margeriten besetzt werden und da bleibt ein bisschen Rechnerei nicht aus. Wichtig bei solchen Berechnungen ist, dass ihr immer die Maße der bereits gewaschenen Baumwolle nehmt, denn dieses Material schrumpft bei der ersten Wäsche immer. Und wäre doch schade, wenn ihr etwas Schönes zusammenbastelt und dann ist’s nach der Wäsche irgendwie schrumpelig oder struppig.

Hier also die Strickschrift für die Tasche:

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Ich werde die Maschen dafür direkt aus dem Vorderteil aufnehmen. Die unteren Schrägen werden festgenäht, damit nichts aus der Tasche fallen kann. Wird sowieso nicht viel drin sein, außer natürlich das obligatorische Papiertaschentuch. Davon trage ich gefühlte 17 ständig bei mir – in allen möglichen Taschen – aber der Winter war lang und sehr kalt. Trotzdem muss ich natürlich ständig mit dem Hund raus… tja und dann läuft schon mal das Näschen 😉 !

Die oberen Schrägen bilden dann den eigentlichen Tascheneingriff. Da muss ich mir noch was einfallen lassen, denn die müssen ja auf jeden Fall gesäumt werden. Aber davon werde ich euch am Donnerstag berichten 🙂 …

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit…

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09. März 2017 – die Margeriten-Großproduktion…

… ist in vollem Gange! Aber warum brauch‘ ich Wahnsinnige derartig viele von den kleinen „Scheißerchen“ 🙂 ?

Wie bereits erwähnt wird „sunny marguerites“ ein Hoodie in hellgelb mit weißen Akzenten. Der Garnsteller nennt die Farbe übrigens „Limone“. Für mich sind Limonen zwar grün – und das auch noch ziemlich kräftig – aber was soll’s, ich schweife schon wieder ab. Meine Wolle hat halt die Farbe von hellgelben Limonen.

Da ein gelber Sweater an sich nicht das Potential hat irgendwen zu einem zweiten Blick zu inspirieren, sollen eben die gehäkelten Margeriten den Eyecatcher-Part übernehmen. Der Sweater bekommt einen Tascheneingriff im Bauchbereich, wie man es oft bei Sweatshirts oder -jacken sieht und diese werde ich komplett mit den Margeriten besetzen. Das soll dann ungefähr so aussehen:

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Ich hab‘ die Margeriten jetzt einfach nur aufgelegt, um euch eine grobe Vorstellung zu ermöglichen und weiß weder genau, welche Form die Tasche bekommen wird – entweder so wie abgebildet oder eher trapez-förmig – noch wie groß sie genau werden wird. Fest steht, dass ich den Tascheneingriff in weiß stricken werde und die Margeriten dann aufnähe, so dass nichts gelbes zwischen den einzelnen Blümchen hervorschaut.

So, ist ja an sich alles gut und schön, aber für diese Tasche brauche ich gerade einmal 45 Margeriten – vielleicht ein paar mehr, wenn ich ihre Form doch noch verändere oder mich dazu entschließe die Tasche zu vergrößern.

Das ist dann der Zeitpunkt an dem die Kapuze ins Spiel kommt, denn ohne Kapuze ist ein Hoodie bekanntlich ja kein Hoodie! Und genau diese Kapuze werde ich ebenfalls in weiß stricken und danach mit Margeriten einkleistern bis der Arzt kommt – von oben nach unten, von rechts nach links… bis kein Fitzelchen mehr frei ist!. Ist eigentlich der blanke Wahnsinn… wann hat man schon mal die Kapuze wirklich auf der Birne, um auch sehen zu können, dass tatsächlich das komplette Teil mit Blümchen besetzt ist? Fünfzig Margeriten häkeln, die am Ende ein Leben  in totaler Finsternis führen 😉 ! Aber wie sagt der Gatte immer so schön: „Es steht niemand mit der Pistole hinter dir !“ Wo er recht hat, hat er recht. Es kratzt mich nicht die Bohne, dass man unter normalen „Tragebedingungen“ die Hälfte der Arbeit nicht sieht. Was mich allerdings stören würde, wäre eine „Kapuze in Benutzung“, die nur teilweise fertig zu sein scheint 🙂 ! Aber wer weiß, vielleicht mache ich mir unnötig viele Gedanken und es funktioniert sowieso nicht, weil die Kapuze aufgrund der Masse an aufgenähten Blumen nicht mehr gut fällt. „On va voir!“ wie der Franzose sagt…

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07. März 2017 – Margeriten häkeln

Die Grundzutat für meinen neuen Pullover „sunny marguerites“ ist – wer hätte es gedacht – Margeriten! Das ist an und für sich schön, nur leider hatte ich diese Dinger noch nie gemacht und somit keine Ahnung wie ich die häkeln sollte. Also lautete die Devise: Ab ins Netz und nachschauen, was sich so auftreiben lässt. Ich bin auch fündig geworden, aber unglücklicherweise sind diese Margeriten für mich so nicht brauchbar. Trotzdem konnten sie mir einen guten Ansatz liefern… tja und dann habe ich eben so lange herumprobiert, bis etwas für mich Gescheites dabei herauskam. Und das sieht dann so aus:

WP_20170307_002Eigentlich ganz nett, aber dadurch dass die gelbe Wolle so hell ist, wirkt das Ganze in Kombination mit den weißen Blütenblättern ein bisschen „soßig“. Und „soßig“ will ich nicht 😉 !!! Ihr müsst euch vor Augen führen, dass ich durch die Zweifarbigkeit der Blüten auch doppelt so viele Fäden vernähen muss. Und da hätte ich es dann schon gerne etwas spektakulärer! Um hier aber einen deutlichen Farbunterschied zu erkennen, muss man 30 Zentimeter vor mir stehen. Also musste eine andere Lösung her. Die gestaltete sich derart, dass ich erst einmal meine mittlerweile beträchtlichen Restwollbestände durchgeforstet habe… und wurde fündig. Derselbe Farbton, aber die rechte Wolle ist eben deutlich kräftiger.

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Ich habe noch fast 50 Gramm dieser Wolle dergleichen Qualität – also 50 % Baumwolle | 50 Gramm Polyacryl – nur leider ist sie zu dick. Ist Kacke, macht aber nix, dann heißt es eben wieder „Wolle spleißen“. Damit meine ich übrigens das:

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Ich nehme das Garn, das ja aus einzelnen, miteinander verzwirnten Fäden besteht und drösele es so auf, wie es für mich passend ist. In diesem Fall, ein 4-fädiges Garn in zwei 2-fädige. Damit habe ich die richtige Stärke und kann weitermachen.

 

Das habe ich auch getan und finally sehen die Margeriten so aus:

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Häkelanleitung für eine Margerite

  1. Reihe: Zuerst müsst ihr einen Fadenring bilden und diesen mit einer Luftmasche schließen. In diesen Fadenring werden danach 6 feste Maschen gehäkelt. Den Fadenring leicht zusammenziehen, mit einer Kettmasche in die 1. feste Masche schließen und danach stramm ziehen.
  2. Reihe: In jede der 6 festen Maschen zwei feste Maschen häkeln, so dass ihr zum Schluss 12 feste Maschen habt. Auch diese Reihe wieder mit einer Kettmasche in die erste feste Masche beenden.
  3. Reihe: Mit der zweiten Farbe für die Blütenblätter weiterarbeiten, die auf jeweils 2 festen Maschen der vorherigen Reihe basieren. In die 1. feste Masche häkelt ihr zuerst eine Kettmasche, dann 2 Luftmaschen, ein halbes Doppelstäbchen und schließlich ein Doppelstäbchen – in die 2. feste Masche genau umgekehrt zuerst ein Doppelstäbchen, gefolgt von einem halben Doppelstäbchen, 2 Luftmaschen und einer Kettmasche. Das Ganze wird 6 mal wiederholt – fertig!

Ich hab‘ das schon mehrmals wiederholt…

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… um genau zu sein genau 62  x 6 Mal und damit lediglich gut ein Drittel der benötigten Menge fertig!

Aber wofür in Gottes Namen brauche ich derartig viele von diesen Dingern? Nun das verrate ich euch übermorgen, also am Donnerstag. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und deutlich besseres Wetter als hier bei uns. Ich kann gerade entsetzt dabei zusehen, wie der Schnee auf dem Wintergartendach liegenbleibt! Und das obwohl wir letzte Woche fast 20 Grad hatten und ich mich dazu hinreißen ließ zu hoffen, dass sich dieser ewig lange und eiskalte Winter nun endlich vom Acker macht!

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02. März 2017 – start of something new

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Für alle diejenigen, die über Rund ums Weib oder ravelry auf meinen Blog gestoßen sind, geht’s hier noch einmal zur Strickanleitung von meinem Hoodie dead end .

 

Also diesmal wird’s gelb, hellgelb – so viel steht schon mal fest. Und da ich mal wieder zu wenig Wolle habe, wohl eher hellgelb und weiß. Langsam ist es mir wirklich peinlich, dass ich immer zu wenig Wolle einer Farbe habe. Aber ich habe dieses Garn – im Übrigen dieselbe Qualität wie für „dead end“ – schon vor einiger Zeit gekauft. War ein richtiges Schnäppchen, da die Farbe wohl ausgelistet wurde… unfassbare 95 Cent pro 50 Gramm. Tja und dann habe ich einfach mal 500 Gramm bestellt. Mittlerweile weiß ich, dass das für einen langärmeligen Pullover zu wenig ist. Aber die Kombination gelb / weiß finde ich auch schön.

Der Schnitt wird dem des Vorgängers sehr ähnlich, obwohl ich Vorder- und Rückenteil sowohl etwas länger als auch eine Idee weiter machen möchte. Die Ärmel sollen hingegen weniger Weite bekommen. Das impliziert allerdings, dass ich die komplette Raglanschrägung der Ärmel neu berechnen muss. Eine Kapuze kommt auch wieder dran, diesmal aber mit Tunnelzug. Passend dazu werde ich auch die Säume der Vorder- und Rückenteile als Tunnelzug arbeiten.

Und schließlich kommen da natürlich wieder selbst gehäkelte Blümchen dran – wo genau ist mir momentan auch nur in Ansätzen klar. Was allerdings geradezu sonnenklar ist, ist die Tatsache, dass ich wieder ’ne ganze Menge brauchen werde, weil mehr einfach besser ist 😉 !!!

Dem Farbthema entsprechend werden es Margeriten werden, wodurch sich auch der Arbeitstitel „sunny marguerites“  erklärt. Jetzt geht es aber erst einmal darum, die gewünschten Margeriten auch so hinzukriegen, wie ich mir das vorstelle. Die ersten Versuche waren allenfalls so lala, mittlerweile aber mit deutlicher Tendenz zu „wird schon besser“ 😉 !

Ich wünsche euch einen richtig schönen Tag 🙂 !

23. Februar 2017 – Kapuze einnähen

Geschafft – die Kapuze ist eingenäht! War wie zu erwarten ziemlich kniffelig – wie ich finde – und hat mich auch zwei Stunden meiner ohnehin schon eng bemessenen Lebenszeit gekostet. Mit einem Päuschen, weil zu befürchten war, dass der komplette Pulli inklusive halb angenähter Kapuze durch’s geschlossene Fenster fliegt. Erschwerend kam hinzu, dass ich den unteren Rand der Kapuze bewusst zwei Zentimeter kürzer gestrickt habe als den Halsausschnittumfang, damit eben dieser Ausschnitt mehr Stabilität bekommt und nicht über die Schultern zieht. Das macht das Einnähen nicht unbedingt leichter, weil ich eben immer ein bisschen an der Kapuze zerren musste. Aber hier ist nun das Ergebnis mit dem ich zugegebenermaßen sehr zufrieden bin:

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Ich habe den ersten Zentimeter am vorderen Halsausschnitt zugenäht, damit die Kapuze nicht aufklappen kann und man einen ungeschönten Blick auf die Naht hat. Denn wie ich bereits erwähnte, hier konnte ich weder mit dem Matratzen- noch mit dem Maschenstich arbeiten und somit ist nix mit fast unsichtbar. Was ich damit meine seht ihr hier:

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Das ist eine Seitennaht, die mit dem Matratzenstich geschlossen wurde und die ist noch nicht mal ausgebügelt. Natürlich kann man sie erkennen aber das ist nicht zu vergleichen mit dem Ergebnis einer Naht, bei der die beiden Teile links auf links zusammenlegt und dann am Rand zusammennäht werden. Aber wie gesagt beim Einnähen der Kapuze konnte ich mir diesen Stich von der Backe putzen und musste zur klassischen Methode zurückgreifen. Das sieht dann so aus:

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Das ist quasi ein Blick in den Halsausschnitt. Leider bin ich dezent perfektionistisch veranlagt und das in einem Alter, in dem man eigentlich schon mitbekommen haben müsste, dass Perfektionismus eher zu Langeweile führt. Aber was soll ich machen, so was stört mich eben – deswegen das Zusammennähen der vorderen Mitte.

Und damit bin ich so langsam auf der Zielgeraden. Ich muss noch eine Seitennaht schließen, die Ärmelbündchen säumen und dieselben noch zusammennähen. Gewaschen habe ich den Pulli schon, so dass er am Ende nur noch ausgebügelt werden muss. Ich denke, dass ich das im Laufe dieser Woche hinkriege. Der Hoodie sitzt übrigens richtig, richtig gut!

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21. Februar 2017 – Kapuze stricken

Mein momentanes Projekt „dead end“ wird ja ein Pullover im Hoodie-Style. Dementsprechend musste ich zum ersten Mal eine Kapuze stricken. Also habe ich mir eins meiner Sweatshirts rausgesucht, dessen Kapuze nicht aus 17 Einzelteilen besteht, habe sie einfach flach hingelegt und ihre Umrisse auf Schnittmusterpapier übertragen. Das entstandene Schnittteil habe ich dann auf mein „Maschenpapier“ gelegt und nochmals übertragen. Herausgekommen ist das:

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Strickvorlage halbe Kapuze

Gestrickt wird von unten – in meinem Fall über eine Breite von 37,5 cm. Das Bündchen oder auch der Tunnelzug, durch den man zum Bespiel eine Kordel einziehen könnte, kommt noch zusätzlich unten dran, ist also in der Strickvorlage nicht berücksichtigt. Der rechte Rand wird später in den Halsausschnitt eingenäht und ist ohne Tunnelzug 22 cm lang. Ich werde die Kapuze aber ohne Kordel arbeiten, da ich nicht möchte, das irgendetwas vor meiner Frontintarsie – dem Sackgassenschild – baumelt.

Ursprünglich sollte die Kapuze mit den Farben der Ärmel korrespondieren, also zur Hälfte blau und zur anderen rot sein. Da ich davon ausging dafür zu wenig Wolle zu haben, musste ich umdisponieren und habe mich für eine hellgraue Ausführung entschieden. Die Streifen im unteren Teil der Kapuze sollen eine Straße symbolisieren. Dafür habe ich einfach drei weiße Streifen eingestrickt. Den „Mittelstreifen“ konnte ich nicht als Intarsie arbeiten, da ich schlicht nicht gewusst hätte wohin ich die ganzen Fäden vernähen soll und mir durchaus bewusst ist, dass man bei einer Kapuze auch die linke Seite sieht. Also habe ich einfach einen komplett weißen Streifen gestrickt und die Zwischenräume grau überstickt.

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Dabei fallen zwar auch jeweils zwei Fäden an, die es zu vernähen gilt, aber dadurch dass ich das Garn auch noch gespleißt habe, wird man das kaum sehen können.

Und hier das fertige Ergebnis:

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Eh voilà! Am linken Rand könnt ihr jetzt hoffentlich auch erkennen, was ich mit „Tunnelzug“ gemeint habe. So, jetzt heißt es den ganzen Käse auch vernünftig einnähen. Ich gehe mal davon aus, dass das ein bisschen „tricky“ wird, da ich mir hier sowohl den Matratzen- als auch den Maschenstich von der Backe putzen kann. Da muss ich richtig ran und irgendwie eine ordentliche Naht klöppeln!

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14. Februar 2017 – Intarsie stricken

Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, bevorzuge ich die Technik des Intarsienstrickens. Gerade weil ich eigene Ideen umsetze, bietet mir diese Vorgehensweise unendlich viele Möglichkeiten. Ich kann praktisch beliebige Designs einstricken ohne mich mit lästigen Spannfäden herum zu ärgern, in denen man beim Anziehen gerne mal hängenbleibt und dann wohlmöglich noch unschöne Zugfäden zu beklagen hat – und das nach der ganzen Arbeit!!!

Für eine Intarsie fertige ich mir immer eine Vorlage ( 07. Februar 2017 – die Strickvorlage ist fertig ) an. Diese ermöglicht es mir genau zu erkennen, wie der Farbwechsel in einer Reihe zu erfolgen hat. Für aufeinander folgende Maschen dergleichen Farbe benötige ich jeweils ein separates Knäuel Wolle. Spätestens hier wird dann auch klar, dass auch die Intarsie ihre natürlichen Einschränkungen hat. Mehr als 10 Knäuel Wolle sind kaum noch handlebar. Das auch im Hinblick darauf, dass die beiden Fäden beim Farbwechsel miteinander verschränkt werden müssen, damit kein Loch entsteht. Beim Verschränken winde ich den einen Faden um den anderen. Mache ich das zehnmal hintereinander kann sich jeder vorstellen, dass hier ein beständiger Kampf gegen das hoffnungslose „Verheddern“ stattfindet. Außerdem hat jedes Knäuel natürlich zwei Enden, die vernäht werden müssen. Diese zusätzliche Vernäharbeit ist nicht zu unterschätzen. Ich zeige euch mal was ich meine.

Mein derzeitiges Projekt „dead end“ hat eine relativ lange, aber schmale Intarsie auf dem rechten Ärmel. Und so sieht die linke Seite aus, wenn ich mit dem Stricken fertig bin:

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Ist für jemanden der nicht gern vernäht – und ich denke das sind nicht wenige – der reine Horror! Ich hab‘ nix gegen das Vernähen, da brauch‘ ich nicht nachdenken oder vorsichtig sein. Da mach‘ ich es mir auf der Couch gemütlich (mit Beine hoch!!!), hol‘ mir ein Tässchen Kaffee dazu und dann biete ich dem Chaos Faden für Faden die Stirn. Und wenn ich nicht fertig werde, mache ich eben am nächsten Tag weiter!

Sind dann irgendwann alle Fäden „verstaut“ sieht es auf der linken Seite so aus:

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Natürlich werde ich euch auch die rechte Seite des fertigen Ärmel nicht vorenthalten:

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Ich muss zugeben, dass ich immer einen Riesenspaß habe, wenn ich mir etwas ausdenke, versuche das bestmöglich umzusetzen und dann das Ergebnis meiner „Bemühungen“ vor Augen habe. Bin zufrieden!!!

07. Februar 2017 – die Strickvorlage ist fertig

Die Strickvorlagen für mein derzeitiges Projekt sind fertig. Es wird übrigens „dead end“ heißen. Hört sich ein bisschen martialisch an, ist aber ganz harmlos und wie bereits erwähnt komplett blümchenfrei!

An dieser Stelle kann ich nur eine bemitleidenswert dilettantische Skizze einfügen, denn ich hab‘ ja noch nix gestrickt.

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Der rechte Ärmel wird rot und der Schriftzug „dead end“ in naturweiß als Intarsie eingestrickt – der linke Ärmel wird blau, Vorder- und Rückenteil naturweiß. Außerdem kommt noch eine Kapuze dran. Ich hab‘ auch schon eine Idee, wie ich die stricken werde. Da ich aber wahrscheinlich nicht genug Wolle in blau und rot habe, werde ich mir was einfallen lassen müssen.

Im folgenden findet ihr die Strickvorlagen für die Ärmel, Vorder- und Rückenteil:

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Strickschrift Ärmel

Jedes Kästchen steht für eine Masche, womit ich gewährleisten kann, dass Intarsien zum Schluss auch wirklich so aussehen, wie von mir geplant. Aber ohne professionelle Hilfsmittel ist es ehrlich gesagt ziemlich aufwendig so ein Schema zu erstellen. Das Raster muss ich übrigens für jedes neue Garn – entsprechend der Maschenprobe – neu auf Millimeterpapier zeichnen.

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Strickschrift VT/RT

So und jetzt ab damit nach: creadienstag  hand made on tuesday und Dienstagsdinge

02. Februar 2017 – Start des neuen „Projekts“

Am Wochenende werde ich wohl mit meinem neuen „Projekt“ beginnen, was bedeutet, dass ich mich zunächst einmal mit der Schnitterstellung beschäftigen werde. Soviel steht schon mal fest: es wird ein Hoodie – ein Pulli im Sweatshirt-Style, mal wieder mit Raglan-Ärmeln, einer Kapuze, einigen Intarsien… und komplett blümchenfrei!!! Grundgütiger, hoffentlich halte ich das aus! Keine Blümchen, also sozusagen auf totalem Blümchenentzug – das wird hart!

Eine Kapuze habe ich übrigens noch nie gestrickt – wird eine Herausforderung – aber kann ja auch nicht so schwer sein. Auf jeden Fall muss ich mich damit auch jetzt noch nicht beschäftigen. Kommt Zeit – kommt Rat – und die Kapuze als letztes! Die Farben stehen aber schon fest:

wp_20170129_003Vorder- und Rückenteil werden weiß, ein Ärmel rot, der andere blau. Welcher rot und welcher blau wird, weiß ich noch nicht. Insgesamt also wieder eine recht bunte Angelegenheit, in meiner „Allerallerlieblingsfarbkombination“. Ich habe wirklich eine ausgesprochene Schwäche für die Kombination dieser drei Farben, noch besser ist natürlich ein marineblau wie bei Tommy Hilfiger. Mein Faible für Raglanärmel erklärt sich wiederum damit, dass ich zwar sehr gerne Pullover für mich stricke, die aber auf keinen Fall wie Omas klassischer Strickpulli für’s Enkelchen aussehen sollen. Wie dem auch sei, ich halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

Ansonsten habe ich die ganze Woche meinem Blog gewidmet und bin gerade dezent deprimiert. Zum einen, weil es mit dem „Bekanntmachen“ mal so gar nicht läuft zum anderen weil ich auf der Suche nach Blogs, die sich mit ähnlichen Projekten beschäftigen, komplett erfolglos war! Es gibt unzählige – und ich meine das in keiner Weise despektierlich – die sich mit Accessoires, wie Schals, Mützen, Stirnbändern und Socken beschäftigen (die werden auch zum Teil selbst entworfen) aber keinen mit selbst entworfenen Pullis. Oder ich bin schlicht zu dämlich die zu finden. Vielleicht kann mir jemand einen heißen Tipp geben. Wäre schön!

verlinkt mit: RUMS

 

29. Januar 2017

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Hier habe ich just for fun ein ganzes Outfit zusammengestellt und den recht mädchenhaften Pullover mit einem mittellangen Denim-Rock, einer dunkelblauen Leggins, naturweißen und rosafarbenen Stulpen und geblümten Boots (siehe 26. Januar 2017 – Ich habe fertig!!!) kombiniert. Es wäre mit Sicherheit einfacher gewesen, den ganzen Käse einfach anzuziehen. Zu meinem großen Bedauern muss ich aber der Tatsache beherzt ins Auge blicken, dass ich so etwas wie die „evolutionäre Spitze der Unfotogenen“ bin. Und um mir und auch euch das zu ersparen, muss eben auf Teufel komm‘ raus drapiert werden.

Von hinten sieht der Rock übrigens so aus:

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Vorne Denim-, hinten Faltenrock. Obwohl Faltenröcke ohne Gewissensbisse der Kategorie „spießig“ zugeordnet werden können, finde ich diese Kombination witzig. Und beim Laufen schwingen die Falten so schön!

Ich schau gern mal rein bei:

maschenfein

stricklust

lieblingsstueck4me

 

26. Januar 2017 – Ich habe fertig!!!

Tatatataaaaaa…es ist geschafft! Mein Modell „white roses“ ist fertig… und sitzt richtig gut.

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Modell „white roses“

Durch das Aufnähen der Rosen an den Säumen ist der Pullover jetzt ein wenig ausgestellt, obwohl er eigentlich gerade runtergestrickt wurde. Gefällt mir aber gut und harmoniert bestens mit der Länge.

Ich werde alle Details zu diesem Pullover unter der Rubrik „Elegantes“ einpflegen.

Elegant ist aber so eine Sache. Ich bin ein unbeirrbarer Denim-Fanatiker und werde auch diesen Pullover mit einer Jeans kombinieren. Da bleibt die Eleganz schon mal auf der Strecke! Und wenn ich schon den Jeans-Rock raushaue, dann dürfen es auch noch ein Paar Winterboots sein. Hab‘ da schon mal was passendes besorgt:

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Sie sind ein bisschen schräg und sehen aus wie Gummistiefel, sind aber tatsächlich schön warm gefütterte Boots. Ich habe sie zufälligerweise beim Stöbern im Internet gefunden und ’n Schnäppchen hab‘ ich dabei auch noch gemacht. Da blieb mir doch gar nichts anderes übrig als zuzuschlagen! Kombinieren werde ich das Ganze mit dem erwähnten Denim-Rock (Rock, nicht breiter Gürtel!), einer blickdichten dunkelblauen Strumpfhose und passenden rosa-farbenen und/oder naturweißen Stulpen.

Nimmt man das ganze Outfit zusammen, so wirkt es sehr mädchenhaft – und zwar sowohl vom style als auch von den Farben! Aber ich empfinde den Winter – kleidungstechnisch betrachtet – mit all seinem schwarz, anthrazit, braun und dunkelblau ein klitzekleines bisschen dunkel und dezent deprimierend! Da muss ich unbedingt gegenhalten!!!

24. Januar 2017

Wie bereits erwähnt sind die Ärmel des Pullis zu lang – ca. 3 cm. Fragt mich nicht warum, ich schnall‘ es nicht im Ansatz. Mit selbstverständlich gleicher Maschenprobe-Grundlage sind Vorder- und Rückenteil genau richtig, die Ärmel nicht. Wie dem auch sei: Ist zwar nicht schön, wenn ein Teil nicht den Berechnungen entspricht, aber auch kein Weltuntergang, denn der Fehler kann behoben werden. Dabei gehe ich folgendermaßen vor:

In meinem Fall waren beide Ärmel 12 Reihen zu lang. Also habe ich die 10. Reihe farbig markiert und den Ärmelsaum dann direkt über dieser Markierung abgeschnitten.

wp_20170124_002Ich lasse mir immer eine Reihe Spielraum, da ich es nie hinkriege so exakt zu schneiden, dass keine Masche zerstört wird. Hier und da gibt schon mal eine ungewollt den Geist auf und das ist ja bekanntlich bei einem Gestrick der „worst case“. Die übernächste Reihe ist dann aber auf jeden Fall komplett in Ordnung. Nachdem ich alle Maschen wieder aufgenommen habe, kann ich das Teil wieder beenden. Übrigens, ich kette nie klassisch ab, weil der Abschluss dann meist recht unelastisch ist. Gerade bei engen Halsausschnitten kann es dann schon mal passieren, dass man beim Anziehen die Birne nicht problemlos durch die Öffnung bekommt. Aus diesem Grund ziehe ich es vor das entsprechende Teil mit der Nähnadel zu beenden – aber das erkläre ich ein anderes Mal.

Der Pullover ist ganz nebenbei fast fertig. Nur noch 5 Rosen an den Saum des zweiten Ärmels nähen und die Ärmelnaht schließen.