Worum geht’s?

Ums STRICKEN – in diesem Blog wird sich alles ums Stricken drehen!

Im Gegensatz zu vielen anderen Blogs stricke ich fast ausschließlich Pullis. Dabei arbeite ich aber nicht nach Anleitung, sondern entwerfe alle Modelle selbst. Das impliziert sowohl den Schnitt als auch das Design. Und glaubt mir, das ist bei Weitem nicht so schwierig wie ihr vielleicht denkt. Allerdings ist diese Vorgehensweise für Anfängerinnen nicht geeignet. Aber gerade für Strickanfängerinnen gibt es ja auch ’ne Menge anderer Blogs. Ich habe festgestellt, dass viele Strickerinnen den Schwerpunkt auf die Qualität der Wolle legen. Bei mir ist das nicht so! Es muss nicht die kostbare Wolle des nur am Südhang grasenden nepalesischen Zwergyaks sein – wichtig ist mir ein Garn, das in großer Farbvielfalt angeboten wird und das ich ohne zu zögern in die Waschmaschine knallen kann. Besonders gerne verwende ich Baumwollmischungen, da sie in meinen Augen besonders angenehme Trageeigenschaften haben und niemals kratzen. Meine Pullover sind bunt und zum großen Teil geradezu krankhaft blümchen-lastig… aber ausgefallen. Man kann sie mögen oder unfassbar hässlich finden – Fakt ist, dass sie aus der Masse hervorstechen. Überzeugt euch selbst…

Manch einer wird sich wundern, warum – wenn der Schnitt und das Design endlich stehen – die  einzelnen Teile so schnell gestrickt sind. Das liegt daran, dass ich mit einer Strickmaschine arbeite. Ein uralter Brother Flachbettstricker, der schon lange nicht mehr produziert wird. Der Grund warum ich mit der Maschine arbeite, ist nicht, dass ich keine Lust dazu hätte mit der Hand zu stricken. Das hätte ich schon, denn bei mir is‘ nix mit gemütlich strickend auf der Couch sitzen oder im Wartezimmer ein paar Reihen durchziehen. Nein, der Grund ist mein absolut chaotisches Maschenbild. Meine Teile sehen durch die Bank so aus als hätte ich es für eine Spitzenidee gehalten, nach erfolgreichem Durchschlagen der 5-Promille-Grenze noch ein paar Reihchen zu stricken. Und das stört mich kolossal. Unzählige handgestrickte Pullis konnten an meiner Unfähigkeit gleichmäßig zu stricken nichts ändern, also musste eine mich zufriedenstellende Lösung her.

Wenn ich an meinen Blog denke, dann stelle ich mir vor, dass ich beginnend mit der Idee über den Entwurf und das tatsächliche Stricken bis zur Fertigstellung alle Höhen und auch Tiefen – wenn mal wieder nichts so klappt, wie ich’s mir dachte – mit euch teile. Eben wie in einem Tagebuch, einem logbook, einem Blog.

Im Gegensatz zu einem Tagebuch, das ja der Inbegriff des Privaten ist, hoffe ich aber auf einen regen Austausch mit anderen Strickwahnsinnigen wie mir. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen oder neue Ideen austauschen. Ich bin jetzt schon gespannt, wohin der Weg führen wird… hoffentlich nicht in eine Sackgasse… Sackgasse?… Oh, da kommt mir gerade wieder eine Idee!

Anmerkung vom 26. Februar 2017: Mittlerweile habe ich meine Idee tatsächlich umgesetzt. Ihr findet den fertigen Sweater hier .