20. Juni 2017 – So, dann wollen wir mal…

Aber bevor ich mit meinem neuen „Werkstück“ loslege, erlaube mir bitte ein paar persönliche Worte 🌼🌺🌹. Sollte dir so gar nicht danach sein, überspringe den nächsten Absatz einfach!

Mein Blog ist jetzt seit ungefähr einem halben Jahr online. Da ich das personifizierte Gegenteil des „digital native“ bin und das hier allein „zusammenfriemele“, hatte und habe ich manchmal ganz schön zu kämpfen. Und das obwohl immer wieder behauptet wird, diese Blog-Applikationen seien „pups-einfach“ und geradezu selbst erklärend. Mir erklärt sich da häufig eher wenig und schon gar nicht von selbst, so dass ich mich schon mehrfach gefühlte Stunden mit irgendwelchen stinklangweiligen Tutorials aufgehalten habe und mir wiederholt die Frage stellte: „Was mache ich hier eigentlich? Ich will handarbeiten, nicht irgendeinen Sch… lesen! 😡“ Hin und wieder habe ich dann das Gefühl nur noch zwei Optionen zu haben, die da wären entweder zu heulen (aber so richtig 😉!!!) oder meinem Notebook kostenlosen Flugunterricht zu erteilen (vorzugsweise durch’s geschlossene Fenster!). Da aber zu befürchten ist, dass das eher suboptimale Auswirkungen auf die Funktionalität des Notebooks u n d des Fensters haben könnte, lasse ich es lieber doch sein! Was ich dann tatsächlich mache, ist mir meinen Hund 🐕 zu schnappen und mit ihm durch Feld, Wald und Wiese zu rennen. Dabei bin ich dann so in Gedanken, dass neben mir ein mit Aliens vollgestopftes UFO landen könnte… ich würde es nicht bemerken! Eigentlich kehre ich fast jedes Mal mit einem neuen Ansatz heim und nicht selten funktioniert es auch. Auf diese Weise habe ich schon eine Menge dazu gelernt. Aber all‘ die Wut und Verzweiflung, die Tränen und der Schweiß (ich habe einen dezenten Hang zur Übertreibung!) sind vergessen, wenn sich Menschen, die mich gar nicht kennen, die Zeit nehmen meine Posts zu kommentieren oder mir sogar zu folgen. Das ist echt das Größte 😍 and makes my day!!! Aus diesem Grund möchte ich mich einmal  bei meinen Followern (oder sagt man „Followers“?), einem zugegebenermaßen überschaubaren Grüppchen 😀 , bedanken. Ich begrüße die neu dazu gestoßenen und grüße die „alten“ ❤-lich – ganz besonders den einen, der von Anfang an dabei ist und über dessen familiäre Weihnachtsgeschichte ich Tränen gelacht habe 😂! So, genug der Sentimentalitäten und back to business…

In meiner Patientenakte erwähne ich, dass mein kreatives Stricken mit Kinderpullovern begann, worauf ich angefragt wurde mal ein paar Bilder dieser Pullis zu posten. Da ich die Vergangenheit aber nicht mit der Gegenwart vermischen möchte, habe ich mich dazu entschlossen diese Teile so nach und nach auf Instagram zu posten. Wen’s also interessiert… einfach auf meinem Instagram-Account „strickwahn“ nachschauen.

Wie geht’s jetzt also weiter? Mit einer Tasche!!! Ist irgendwie schräg, denn ich trage eigentlich überhaupt keine Handtaschen. Den Hausschlüssel um den Hals, wie eine 10-Jährige und alles wichtige in den Hosen- oder Jackentaschen… so verlasse ich das Haus! Aber wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe, brauche ich noch meine Lesebrille (ich will ja zumindest so ungefähr wissen, was ich mir in den Einkaufskorb knalle 😀 ) und wenn ich ganz gut drauf bin auch noch mein Smartphone. Das reiße ich dann jedes Mal grob aus seiner „Küchentisch-Liege-Lethargie“, die nur dann unterbrochen wird, wenn ich mal wieder ein paar neue Fotos brauche. Ich telefoniere nicht gerne, „simse“ nur unter Zwang und „whatsappe“ selten ohne direkte Aufforderung! Außerdem bin ich ganz nebenbei nicht im Ansatz multitasking-fähig und shoppen finde ich auch doof! Ist alles in allem irgendwie unweiblich – aber solche wie mich muss es schließlich auch geben 😀 ! Aaaarrgh, ich schweife mal wieder ab!

Zurück zur Tasche… Die sollte weder zu groß noch zu klein sein und quer über die Schulter getragen werden können. Nichts ist für mich ätzender als eine Tasche, die ständig von der Schulter rutscht! Da sie gehäkelt (die Häkelei hat mir nämlich richtig Spaß gemacht!) wird, bekommt sie auch einen vernünftigen Taschenboden (soll ja in gefülltem Zustand nicht wie ein schlaffer Beutel aussehen 😀 ). Außerdem gibt’s eine Taschenklappe, die irgendwie verziert wird und ein Taschenfutter muss auch her! Die Wollreste, die ich in meinem letzten Post erwähnte sind rot (vier Knäule) und eins habe ich noch in cremeweiß. Daraus müsste sich doch was Schönes machen lassen.

Gehen wir also ins Detail…

Weder zu groß noch zu klein, bedeutet für mich ca. 30 cm breit und 20 cm hoch. Der Taschenboden wird 8 cm breit, so dass ich für den kompletten Korpus insgesamt einen Lappen von 50 cm (Vorderseite, Rückseite, Taschenboden) häkeln muss.

Anmerkung: Nee, is‘ klar: 20 + 20 + 8 = 50. Sind natürlich nur 48, aber ich brauche noch jeweils einen Zentimeter mehr Länge für die Biesen, die ich abgenäht habe (siehe unten).

Die von mir benutzte Wolle ist wieder eine 50/50 Baumwoll-Polyacryl-Mischung mit einer Lauflänge von 140m pro 50g. Mir einer Maschenprobe von 24 M / 10 cm muss ich 74 M plus 1 Wendeluftmasche angeschlagen. Das habe ich auch schon getan…

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Hier kannst du erkennen, dass ich rechts und links des Taschenbodens die erwähnten Biesen abgenäht habe, um zu gewährleisten, dass die Tasche einen besseren Stand hat. Im folgenden sieht man’s noch mal besser 😉 !

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Das wellenförmige Aussehen erzielst du dadurch, dass du beim Abhäkeln der festen Masche nur in das hintere Maschenglied einstichst. Der Griff wird kompakter als bei normalen festen Maschen (der Lappen soll ja möglichst „brettig“ werden, was irgendwie ein Widerspruch in sich ist 😉 ), verbraucht aber auch deutlich mehr Material.

Die Seitenteile werden rot-weiß gestreift. Aber dazu in Kürze mehr 😊!

Ich wünsche dir einen schönen sonnigen Tag 🔆 und hoffentlich bis ganz bald!

2 Gedanken zu “20. Juni 2017 – So, dann wollen wir mal…

  1. Oh, die Probleme kenne ich. Ich wollte gestern auch meinen Pc zertrümmern und das Internet löschen 🙂
    Es beruhigt mich sehr, dass ich nicht die Einzige bin, welche solche Probleme hat.

    Gefällt mir

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